auf der Bank…

Sie saß alleine auf der Bank, da oben auf dem Berg, schaute ins Land und war guter Dinge. “Wie schön es doch hier oben ist”, dachte sie. “..wie friedlich! Ich liebe es hier zu sitzen.”

Da setzte sich eine Frau neben sie und das war die Traurigkeit, sie sog alle Freude in sich auf, zurück blieb nur graue Melancholie. Die Sonne verdunkelte sich, der Himmel verlor seine blaue Farbe, die Landschaft sah grau/braun und trostlos aus. Kein Vogel erhob sich in die Lüfte und keiner stimmte mehr ein Lied an.

So saß sie nun da auf der Bank, oben auf dem Berg, nicht mehr alleine und war unendlich traurig. Alles schien seinen Sinn verloren zu haben und sie überlegte, warum sie überhaupt hier sei.

.

Am nächsten Tag saß sie wieder alleine auf der Bank, oben auf dem Berg, sah auf eine trostlose Landschaft und einen fahlen Himmel. Kein Fünkchen Lebensfreude war mehr in ihr.

Da setzte sich eine Frau zu ihr und das war die Hoffnungslosigkeit, sie sog alles lebendige, alles frohe und schöne in sich auf und zurück blieb ein schwarzer Abgrund.

Sie saß auf der Bank, da oben auf dem Berg, nicht mehr alleine und war überwältigt von Hoffnungslosigkeit und war es so müde, daß sie am liebsten tot sein wollte.

.

Sie saß sie ganze Nacht auf der Bank, fror bis ins Innerste, war erstarrt und ohne jede Möglichkeit sich je wieder bewegen zu können. “So soll er denn kommen der Tod, er wird mir ein guter Freund sein!” dachte sie und schloß die Augen, denn außer einer undurchdringlichen Finsternis sah sie nichts mehr.

.

Da setzte sich am nächsten Morgen eine Frau zu ihr und diese war licht und strahlend, sie brachte all die Farben zurück, alles lebendige und auch die Freude, das war die Zuversicht.

Sie saß auf der Bank, ganz oben auf dem Berg, im hellem Sonnenlicht, die Vögel zwitscherten, die Eichhörnchen sprangen von Baum zu Baum, die Blumen auf der Wiese dufteten… und sie war so dankbar.  “Wie ist das Leben doch schön!” dachte sie voller Freude… und konnte sich gar nicht satt sehen an all den Wundern um sie herum.

“Ich danke Dir Zuversicht, ich danke dir von ganzem Herzen!” sagte sie, doch als sich umwandte saß sie nur wieder alleine auf der Bank.

10

und nun?

*

Nacht

der Wind heult ums Haus

draußen versinkt alles im Schnee

*

Drinnen

am warmen Ofen

das Herz übervoll, ohne Worte

*

Zukunft

immer das was man daraus macht

aber wohin geh ich?

*

019

auf der Suche

Letzthin fragte man: “Warum meidest du die Menschen? Warum tust du nichts für sie?”

Schnell waren die Worte: “Weil ich sie nicht mag!” herausgerutscht. Gedacht aber: “Ich haße sie! …fast alle!”

*

Wie kann man sich verständlich machen? Wo müßten die Erklärungen anfangen?

Bei der Jugendzeit..?  Bei den mißhandelten Tieren, die jahrelang das Leben bestimmten? Bei der Ernährung? Weil sie ihre eigene Art nicht achten und die Schöpfung mißhandeln, ausbeuten.. zerstören?

Wo würde es überhaupt eine Ebene geben, auf der man sich verständigen könnte? Woher sollen Worte kommen, die beide Seiten verstehen würden?

Die Chance verstanden zu werden und sich wirklich verständlich machen zu können sind gering.

Vielleicht besser mit den Bäumen reden… besser den Seelenfrieden nicht gefährden… einfach ganz für sich bleiben.

Viel besser den Gedanken der Tiere lauschen… und den Wolken zusehen, als Lebenszeit vertun.

003 11-pola

es gibt Nächte, da ist alles möglich

Ja…

Wieder eine VollmondNacht und ich bin unterwegs. Schaue hoch zu Schwester Mond, bedanke mich und bitte um ihre Kraft, ihre Ruhe und daß sie bitte auf mich achten soll.

Wie immer bin ich mit dem Rad unterwegs, die Straßen sind leer, die Häuser liegen im Dunkeln. Ich hänge wie so oft einigen Überlegungen nach, als ich ein Geräusch höre. Es ist nichts, was ich schon mal gehört habe, aber es bedeutet sofort GEFAHR. Was ist das?

Ich halte an, lausche, nur ein oder zwei Sekunden, es wird so laut, es dröhnt in meinen Ohren… WAS ist DAS? Versuche zu erkennen von wo es kommt.. von hinten, von oben???

“LAUF!!!” Ganz laut und deutlich. “Lauf, SOFORT!!!”

Ich renne los, springe im Laufen aufs Rad und strampele so schnell ich eben kann. “Schnell, nur weg.. schnell!” wieder diese Stimme in meinem Kopf.

Keine Zeit um nachzudenken, einfach nur weg!

Mein Atem geht keuchend und stoßweise, der Schweiß läuft in meine Augen und ich kann das Tempo nicht mehr lange durchhalten. Inzwischen ist das Geräusch so laut und so übermächtig, das es mich fast lähmt. “Rette dich! Nach rechts!” wieder die Stimme, die ich trotz des HöllenLärms hören kann.

Ich erreiche eine Querstraße und rase in die Kurve, das Geräusch ist so laut, ich kann nicht mehr denken…

Ein Knall, ein Bersten, kreischen von Metall auf Stein und ich werde hoch geschleudert. Ich finde mich mit schmerzenden Knochen an einem Baum wieder, die tief hängenden Zweige haben meinen Flug abgefangen.

Der Geruch nach Benzin, jetzt ein weiterer Knall und ich krieche hinter den Baum. Explosion erschüttern die Luft und ich rieche Feuer, ich kann es auch prasseln hören.

Ein Feuermeer, Hitze … unerträglich!

Ich höre den Baum knacken, noch schützt er mich, wie lange noch?

“Ich muß weiter, ich muß hier weg!” mein Denken setzt wieder ein und ich versuche mich aufzurichten. Kann nicht stehen, mein Bein schmerzt höllisch. So krieche ich los, die FeuersHitze greift nach mir.

Da, ein anderer alter Baum, hinter ihm ein kleiner Moment Schutz, doch ich muß weiter, nur ein Gedanke: “…weg …rette dich!!!”

Ich krieche weiter und krieche, meine Hände und meine Knie sind aufgeschürft. Und ich krieche immer noch, auf den Wald zu, in Sicherheit? Da die ersten Bäume… ich verliere den Halt und rolle einen Abhang runter, unten bleibe ich in einer nassen Kuhle liegen.

Ja…?

Man fand mich Stunden später, das rechte Bein mehrfach gebrochen, Verbrennungen am Körper und viele andere Wunden. Niemand hatte gewußt, daß ich da Nachts unterwegs war und so blieb ich lange in meiner Kuhle liegen, doch die feuchte Erde kühlte meine Wunden und ich dämmerte so dahin.

Und immer wieder war da diese große, strahlende Frau, sie sprach beruhigend mit mir, sie machte mir Mut und wenn die Schmerzen zu schlimm wurden legte sie ihre kühlenden Hände darauf.

Ein langer Zeitraum fehlt in meinem Gedächtnis, doch ich weiß nur eins, die Frau war immer bei mir …

Ja…!

Ich hatte überlebt, ich hatte wie durch ein Wunder überlebt!

Soviel verstand ich … daß da ein Flugzeug abgestürzt war in der Nacht und das mehrere Menschen dabei getötet wurden. Viele Häuser wurden ganz zerstört und von dem Flugzeug fand man nur noch Einzelteile.

Als ich wieder auf dem Weg der Besserung war, fragte ich nach der Frau, doch niemand hatte sie gesehen. Ich war ihr so viel Dank schuldig… sie hatte mich gerettet, das wußte ich. Doch wer war sie und wo war sie?

Ja… JA!!!

Monate später in einer schönen Vollmond Nacht war ich wieder mit meinem Rad unterwegs. Ich konnte mich inzwischen ganz gut bewegen, auch wenn  ich schnell ermüdete und auch noch einige Schmerzen hatte. Doch ich wollte raus, endlich wieder nach draußen, endlich wieder Schwester Mond sehen… endlich all das vergessen!

Und da stand sie, die große strahlende Frau, als hätte sie auf mich gewartet. “Ich muß mich unbedingt bedanken…” dachte ich, doch da hörte ich ihre Stimme: ” Ich beschütze dich doch immer, du hast mich ja selber darum gebeten!”

Nein, es kam mir nicht merkwürdig vor eine Stimme in meinem Kopf zu hören und auch nicht, das sie meine Gedanken  lesen konnte. Es was so vertraut, so selbstverständlich… so normal!

JA!!!

008

Das GRAUEN hat einen Namen!

… und seit vorhin weiß ich wie es heißt:

“E Mail Benachrichtigungen”

*

Ich habe seit Dienstag nachmittag bis heute, (Freitag nachmittag), mehr als 

1000 Mails bekommen.

DAS ist eindeutig nicht mehr normal und DAS ist mit Sicherheit viel zu viel!

Bis auf ganz wenige Ausnahmen waren das nur Mails die mit Blogs zu hatten, neue Beiträge, LIKES, einige Kommentare…

Nein, es tut mir leid, ich hab sie gelöscht, ich konnte das einfach nicht mehr schaffen.

*

pause

*

Lange hab ich nun überlegt, wie ich da wieder raus kommen kann, ich hab nur die eine Lösung, ich mache eine PAUSE! Ich werde weiter meine Beiträge schreiben und meine Bilder zeigen, aber ich kann einfach nicht mehr leisten!

Ich hatte ja nun eine kleine Zwangspause und habe erst jetzt wieder gemerkt, daß ich gar keine Zeit mehr für andere Dinge habe… und das möchte ich in den nächsten Wochen ändern.

Ich stelle erst mal alle Benachrichtigungen  auf “stumm”… und werde später sehen wie es damit weiter geht.

Noch lasse ich die Kommentare bei mir offen, da werde ich auch immer gerne antworten… und werde sehen wie das klappt.

Ich hoffe auf Euer Verständnis und würde mich wirklich freuen, wenn Ihr mir auch weiterhin gewogen bleibt. Hab allerdings schon jetzt gemerkt, wenn ich selber nicht aktiv bin, läßt die Aufmerksamkeit nach.

Das kann ich gut verstehen und ich akzeptiere das natürlich.

*

Bis bald… (wann weiß ich noch nicht genau)…

                                        wünsche Ich Euch ALLEN alles Liebe! Petra

***

am sechsten Tag

Tag sieben

Am siebten Tag sollst du ruhen!

… und so lehnte sie sich zurück, nahm ein Schlückchen Tee und lächelte entspannt.

*

Tag sechs

“Ich möchte einen Unfall melden…. Ja, mir ist ein Mann vor den Wagen gelaufen…. nein, er bewegt sich nicht, ich weiß nicht, ich glaube er ist tot?…”

.

einige Minuten früher:

Da war er ja wieder, sie faßte das Lenkrad fester, ihre Knöchel traten weiß hervor. Sie trat auf die Bremse. Er stand mitten auf der  kleinen Straße, hatte wieder auf sie gewartet, drehte sich um und sah sie höhnisch an. ” Du Schlampe”, rief er. “… warte, bis ich dich da raushole…”

Sie trat das Gas bis zum Anschlag durch, der Motor heulte auf und der Wagen machte einen Satz nach vorn. Seine angstvoll aufgerissenen Augen sah sie noch, dann hatte sie ihn voll erwischt. Hörte seinen Schrei, der abrupt abbrach…

Nein, sie bremste nicht, sondern gab weiter Vollgas,  der Wagen drohte auszubrechen und sie kam erst an der nächsten Querstraße zum Stehen. Sie atmete aus, merkte erst jetzt, daß sie, seitdem der Wagen  ihn übergerollt hatte, sie die ganze Zeit die Luft angehalten hatte. Ihre verkrampften Hände wollten das Lenkrad nicht loslassen und sie saß eine oder zwei Minuten einfach nur da und versuchte wieder ruhig zu werden.

Da sah sie im Rückspiegel, das er sich taumelnd auf sie zu bewegte. Der Schreck lähmte sie nur eine Millisekunde, sie rammte den ersten Gang ein, fuhr an, drehte und rast mit großer Geschwindigkeit auf ihn zu. Er versuchte noch zu entkommen und sie sah seine Panik, zu spät! Schon hatte sie ihn ein zweites Mal überrollt. Sofort hielt sie an, nahm das große Messer  vom Beifahrersitz und sprang auf die Straße. Da lag er, rührte sich nicht mehr, Arme und Beine seltsam verdreht, in einer größer werden Blutlache die  in den Rinnstein rann.

Vorsichtig ging sie näher, er atmete noch und er erkannte sie. Doch nur noch wenige Atemzüge, dann war Ruhe. Noch wartete sie einen Moment, stieß ihn dann mit der Fußspitze an, nein, er rühte sich nicht mehr. Er war tot!

Sie sah die Straße rauf und runter, doch  um 4 Uhr war kein Mensch unterwegs und in den beiden Häusern da hinten war kein Licht angegangen, keiner hatte etwas gesehen oder gehört!

Das große Messer legte sie unter den Sitz, nahm ihr Handy aus der Jackentasche und rief die Polizei.

*

Tag fünf

Sie hatte Magenschmerzen, ihr war übel und am liebsten hätte sie alles hin geschmissen. Gleich mußte sie wieder ihre Tour fahren und die TodesAngst war zu ihrem Begleiter geworden. Er würde wieder auf sie warten, ob sie ihm noch einmal entkommen könnte? Fieberhaft überlegte sie, welchen Weg sie heute nehmen könnte, damit sie der Gefahr entgehen würde.

Sie zitterte unkontrolliert, aber es half nichts, sie mußte los. Es ging um Leben oder Tot. “Er oder ich”….dachte sie.

In dieser Nacht hatte sie Glück, eine Familie verstaute Koffer im Auto, sie liefen hin und her ins Haus, sie hörte fröhliche Stimmen, die fuhren in Urlaub.

Da hinten stand er halb verdeckt hinter Büschen und lauerte… doch heute konnte er ihr nichts anhaben. Für diese Nacht war sie gerettet.

*

Tag vier

Heute kam sie eine Stunde später als normal und aus der anderen Richtung, doch sah sie ihn schon von weitem. Er stand halb verborgen hinter dem Gebüsch und beobachte die Straße. Er wartete, er würde sie fertig machen… WAS würde er mit ihre machen? Die Angst schnürte ihr den Atem ab und sie fühlte sich schwach und schwindelig.

Sie bremste, verriegelte den Wagen und fuhr langsam weiter, da hatte er sie auch schon gesehen. Er schrie, sie verstand es nicht, sah nur noch wir er eine Eisenstange schwang und auf ihre Motorhaube drosch.

Irgendwie kam sie vorbei. Naßgeschwitzt saß sie später lange vor der Bäckerei in ihrem Auto. Tränen liefen über ihr Gesicht und sie hatte nicht die Kraft aufzusteigen. Menschen gingen vorbei, holten ihre Morgenbrötchen. Am liebsten hätte sie jemand angesprochen  und um Hilfe gebeten.

Doch sie wußte , niemand würde ihr helfen können… ihre Lage war verzweifelt und hoffnungslos!

*

Tag drei

Heute Nacht würde sie den Wagen nehmen und versuchen zu überleben.

Sollte sie sich einfach krank scheiben lassen, wäre das die Lösung? Doch sie ahnte, daß es nur ein Aufschub wäre, denn er würde nicht aufgeben. So ging sie auf ihre Tour, die Angst fuhr mit und sie fuhr dieses bestimmte Stadtviertel erst ganz zum Schluß an.

Immer wieder schaute sie sich um, erwartet ihn zu sehen, und richtig, wieder war er dort in der Nähe vom Friedhof. Zuerst hatte er sie in ihrem Wagen nicht erkannt, doch leider kam sie nicht unbemerkt vorbei. Er stand mitten auf der Straße und zwang sie zu bremsen. Er versuchte die Tür zu öffnen, doch die Verriegelung hielt. Er nahm einen Stein auf und schlug auf die Frontscheibe ein. Er schrie sie an und sie hatte Angst wir noch nie in ihrem Leben. Was hatte sie ihm getan, sie kannte den Mann doch gar nicht?

Sie gab Gas und fuhr los, er sprang gerade noch zur Seite und rief ihr Unflätigkeiten hinterher.

Später hielt sie an und konnte sich kaum wieder beruhigen, sie zitterte am ganzen Körper, so stark, das ihre Zähne aufeinander schlugen. Was sollte sie nur tun?

*

Tag zwei

Angstvoll sah sie um die Hausecke, sah die dunkle Straße runter … atmete auf und dachte: ” Er ist nicht da… ich hab mich umsonst geängstigt!” Erleichtert machte sie sich wieder auf den Weg.

Als sie am Friedhof fast vorbei war, wurde sie vom Rad gerissen. Sie schrie und schlug hart auf den Asphalt auf. Schmerzen  schoßen durch ihr rechtes Knie und den linken Arm.

Sie versuchte sich aufzurichten, doch schon war er da und schlug ihr ins Gesicht.  Irgendwie bekam sie den Elektroschocker aus der Tasche…… “wie geht der an?” sie fummelte panisch an den kleinen Schaltern, da traf sie ein weiterer Schlag. Ihre Lippe platze auf, blutete und tat unerträglich weh… sie stöhnte auf.

Da, der knisternde Lichtbogen!  Er sah es zu spät und sie drückte den Schocker an seinen Brustkasten und hörte nicht auf. Er zuckte  und schrie und zuckte weiter, aber sie ließ dem Schalten nicht los und so floßen 38o ooo Volt durch seinen Körper.

Sie flüchtete, ließ ihn liegen…

Weg … nur weg !

*

Tag eins 

Wie immer war sie mit dem Rad unterwegs , es war mitten in der Nacht, die Straßen ruhig und sie dachte über einige Dinge nach. Die Luft war angenehm kühl und so fiel es ihr leicht ihre Tour zu fahren.

In Gedanken war sie schon bei dem kommenden Tag, hatte einiges zu erledigen  und plante wie sie alles schaffen könnte.

Nur noch eine viertel Stunde, dann wäre sie hier für heute auch fertig, dann noch die andere, kleinere Runde und…

Ein Krachen von Ästen, aus dem Gebüsch am Friedhof sprang  jemand. Sie erschrak sehr!

Schon wurde ihr Rad festgehalten und sie konnte nicht weiter. Der Ruck brachte sie zu Fall. Hilflos lag sie hab unter ihrem Rad und sah einen Mann auf sich zukommen. Sie bekam Angst.

“Na, du Schlampe…” erschrocken sah sie ihn an, ein ihr vollkommen Unbekannter beschimpfte sie?

Ihr Bein lag verdreht unter dem Rad und sie kam einfach nicht wieder hoch. Er griff in ihre Haare und schlug ihr ins Gesicht. Es tat sehr weh und sie konnte sich nicht wehren, er riß  weiter an ihren langen Haaren, “Steh auf!”

Ein Tritt in ihre Rippen, ein weiter Schlag ins Gesicht, sie hatte TodesAngst.

Sie bekam das große Messer, das  immer am Lenkrad hing, zu fassen und hieb nach ihm. Ja, sie hatte ihn irgendwo erwischt, er schrie auf, ließ ihre Haare los und sie rappelte sich hoch. Er fluchte und hielt sich den Arm, sie versuchte ihr Rad aufzurichten, doch da er packte sie schon wieder. Sie stieß erneut mit dem Messer zu und rammte es in seine Hand. Schreiend ließ er sie los.

Sie rannte und rannte und sprang dann aufs Rad und fuhr um ihr Leben. “Das wirst du büßen du Schlampe, ich mache dich fertig!!!”

.

Noch Stunden später, als sie längst in der Sicherheit ihres Heims war, konnte sie sich nicht beruhigen. Unfaßbar das Ganze! Ein Mann hatte versucht, .. ja, was hatte er versucht? Wollte er sie vergewaltigen, wollte er sie töten?

Immer wieder drehte sich das GandankenKarsusell und sie kam einfach zu keiner Lösung. Die Polizei? Was konnte sie denen sagen, sie wußte nicht mal wie der aussah.

Wer würde ihr helfen? Verzweifelt saß sie da… und hatte Angst vor der nächsten Nacht.

…Relikt

Die Sonne ging an diesem Morgen hinter den Nebeln auf. Nur ein ganz leichter Schein, ein wenig rosa, ein kleines bißchen rötlich, sie konnte es mehr ahnen, als das sie es sah.

Sie setzte sich in ihren Wagen, Musik kam aus dem Radio und fuhr in den Nebel. Die Straße wurde fast ganz verschluckt und die umgebende Landschaft schien ganz weg zu sein.  Hin und wieder ein leichter Schatten, das war einer der großen alten Bäumen  in der Allee.

Sehr vorsichtig fuhr sie und versuchte nicht die Orientierung zu verlieren. Mußte sie denn nicht längst an der Kreuzung sein?  Da wollte sie abbiegen um in die kleinen Feldwege zu kommen,  von dort hatte man freie Sicht und konnte in Ruhe fotografieren. Schon oft war sie dort gewesen.

Sie war wieder einmal auf der Jagd nach dem Sonnenaufgang, das liebte sie und versäumte ihn fast nie. Die Kamera lag griffbereit auf dem Sitz und sie hatte ihr Fenster heruntergekurbelt.

Plötzlich wurde die Straße uneben und sie rumpelte in Schlaglöcher. Das konnte doch nicht sein, sie war ja nirgendwo abgebogen. Sie versuchte zu erkennen, wo sie  war.

Weißer, milchiger Nebel, der immer dichter wurde, hatte sie eingeschlossen und als sie anhielt und ausstieg fühlte er sich feucht und kalt an. Verwirrt versuchte sie einen Anhaltspunkt zu finden, doch da war einfach nichts.

Zögernd ging sie einige Schritte, das war keine Straße, soviel konnte sie spüren, aber wo war sie nur? Schon konnte sie kaum noch die Scheinwerfer ihres  Wagens sehen, der Nebel umschloß sie immer dichter.

Ein unangenehmes Gefühl der Angst beschlich sie und sie stolperte zurück zum Auto in die vermeintliche Sicherheit. Ihr Herz schlug bis zum Hals und sie fühlte sich verloren und einsam, sie versuchte nicht die Fassung zu verlieren. Das Fenster kurbelte sie hoch, denn  nun kroch der Nebel sogar ins innere ihres Wagens und nahm ihr den Atem. Das Radio war verstummt, aber sie bemerkte es nicht.

Er würde sich auch wieder heben und dann könnte sie sehen wohin sie geraten war! Ja, dieser Gedanke beruhigte sie etwas.

Sie mußte wohl eingeschlafen sein, als sie erwachte saß sie immer noch hinter dem Steuer, der Nebel schien noch dicker geworden zu sein, kein Lichtschein, nur milchiges, undurchdringliches  Weiß um sie herum… und STILLE! Die Angst kroch in ihr hoch.

Die Türe konnte sie nur mit Mühe ein Stückchen aufdrücken, es schien, als wenn der Nebel sie eingesperrt hatte. Lange saß sie einfach nur da und sah in die wallenden Nebelschwaden.

Was sollte sie tun? Weiterfahren? Warten?

Der Motor ließ sich nicht starten, so blieb ihr nichts als warten. Die Uhr am Armaturenbrett zeigte keine Zeit an und auch ihre Armbanduhr war stehen geblieben. So wußte sie nicht wie lange sie schon hier war, sie hatte jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren, nur die Angst , die hatte zugenommen. Die STILLE erdrückte sie und schnitt alle Gedanken ab.

Viel später wurden die Nebelschwaden etwas lichter…  sie meinte auch schon wieder Bäume zu sehen. Doch dann erkannte sie, daß das hohe Felsen waren, scharfkantige, schroffe Felsen.

Nun brach die Panik los —  und sie schrie, doch selbst ihre Schreie klangen gedämpft und hohl und machten ihr noch mehr Angst. Die STILLE war undurchdringlich!

Die Erkenntnis, daß sie sich nicht mehr in ihrer gewohnten Umgebung befand, sondern in einer unwirklichen Gegend raubte ihr den Atem. Als sie die Türe endlich öffnen konnte stürzte sie ins bodenlose…

.

…  als ihre Leiche nach vielen  Jahren vom Eis wieder freigegeben wurde,  gab es keine Menschen mehr auf diesem Planeten die sie hätten finden können.

.

012

neben der Spur

In der Runde sollen sich alle kurz vorstellen.

Ich ahne schon , daß wird wieder son Ding, wo alle blöd gucken. Sag ich wies ist, verstehen sies nicht, zum herum Lügen hab ich keine Lust. Unerquicklich!

Zuerst mal den Namen, einige mit Alter,  den Beruf sagen sie auch ALLE… und dann oh Schreck noch “privates”, …verheiratet , soundsoviele Kinder, Hobbys/Interessen und was der Dinge mehr sind… vor allem auch warum genau sie nun heute hier sind… und ICH, was zum Henker soll ich sagen?

Es kommt näher und ich überlege … nix sagen, kann mich ja keiner zwingen, …was lustiges? Ja, am besten was lustiges, die Lacher erst mal auf meiner Seite haben, auch wenn sie dann später doch tuscheln werden.

Meine Güte, ehrlich, wen interessiert das alles? Warum sich hier nackig machen?

Die Frau vor mir ist dran, Mutter von zwei Kindern, na klar, mit Mann… und sie fügt fast verschämt dann noch Hausfrau an… guckt vorsichtig hoch, wie die anderen es aufnehmen. Die gucken weg, ach Gott , nen Hausmütterchen…

So, nun bin icke dran…

Erst mal eine Pause machen, damit sie alle hinhören… Spannung aufbauen… und dann nicht zu laut, eher leise: “Ich heiße Petra, bin schon lange auf dieser Erde, nicht berufstätig im eigentlichen Sinne, hab dafür keine Zeit und auch keine Lust.” Ich höre sie einatmen, alle zusammen… so ein Subjekt, was will sie hier? ” Ach ja, meine Interessen sind so vielfältig, ich wüßte nicht wo ich da anfangen sollte…”

Alle atmen aus… und wenn fast  20 Leute erst ein-… und dann ausatmen hört es sich wie ein Seufzen an. Ich gucke sie an, sie gucken zurück… keine lächelt, denn ich hab sie mit ihren gewissenhaften Angaben und Aufzählungen vor den Kopf gestoßen.

Ja… doch eine lacht, verstummt aber, als sich alle Köpfe mißbilligend zu ihr umdrehen.

Da sitze ich nun und sehe meine Nachbarin zur linken an, sie ist nun dran… doch es scheint ihr die Sprache verschlagen zu haben.

Tja, ich weiß ich bin immer außen vor.

Es ist eben wies ist.

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