Challenge – Tag 1

Der alte Mann und seine Hunde

 

Als die Frau krank wurde ging es ganz schnell, nur wenige Wochen und sie war tot. Das war nun auch schon bald 16 Jahre her und er dachte noch jeden Tag an sie.

So eine lange Zeit und noch immer fehlte sie ihm. Nur schwer hatte er damals in sein Leben zurück gefunden, am liebsten wäre er ihr nachgefolgt. WO immer sie auch sein mochte, er war sich sicher das sie auf ihn wartete. Aber da war ja noch das Julchen, ihre geliebte Hündin, die sich vor Trauer verzehrte, die nicht mehr fressen wollte… die auch nur zu ihr wollte.

Behutsam, jeden Tag ein bißchen mehr, hatte er  versucht Julchen aus ihrer Trauer zu holen… mit ganz viel Liebe und Geduld. Sie tat ihm gut und so  trösteten sie sich gegenseitig.

Viele Jahre ging er mit Julchen durchs Leben, ein gutes Team waren sie geworden und er war dankbar für ihre Gesellschaft. Doch irgendwann war auch Julchen am Ende ihres Lebens angekommen und er mußte sie gehen lassen. „Nein, sie soll  nicht leiden!“ sagte er zu dem Tierarzt und hielt sie bis zum Schluß ganz fest in seinen Armen.

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Wir leer war das Haus, wie unendlich verlassen kam er sich vor. Er dachte ernsthaft darüber nach seinem Leben ein Ende zu setzen.

Nur wenige Tage später hörte er zufällig, das Frau Lehmann, zwei Straßen weiter, verstorben sei und das die Erben ihren Hund nicht behalten hatten. Das Haus und das Geld JA, den Hund aber nicht, er war ins Tierheim abgeschoben worden. Die Nachbarin die ihm das erzählte sagte noch: “ Er kommt da gar nicht zurecht, er trauert so sehr der arme Kerl…“

Am Abend dachte er immer wieder über den Hund nach. Einsam, ohne sein Frauchen… ja…  er war wirklich ein armer Kerl. Er hatte Mitleid, kannte er Devil doch gut. Er hatte so gar nicht teuflisches an sich, im Gegenteil er war ein wirklich lieber, gutmütiger Hund der es sicher nicht verdient hatte in einem Heim dahin zu vegetieren.

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Früh am nächsten Morgen schon machte er sich auf den Weg… er wollte Devil zu sich holen. In dem Tierheim allerdings waren sie nicht begeistert, ein alter Mann wollte den Hund haben? Was wäre wenn er stürbe.. was wäre dann? Er sagte: „Der Devil ist auch alt, wir passen doch gut zusammen… und er kennt mich …“ Schließlich gaben  sie ihm Devil, denn sie wußten so alte, schwarze Hunde bekommt man nur schwer vermittelt.

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So gingen nun sie nun gemeinsam durchs Leben, der alte Mann und der Devil, der gar keiner war und er war so dankbar,einfach ein Traumhund. So lebten sie noch mehrere Jahre glücklich und zufrieden zusammen… bis auch Devils LebensUhr abgelaufen war, er starb einfach im Schlaf.

Der Mann trauerte sehr, aber dann dachte er: vielleicht gibt es doch noch einen Hund der mit mir leben könnte? Die Leute vom Tierheim wollten ihm keinen Hund mehr geben, er sei nun wirklich viel zu alt …

Das Haus war so leer und er überlegte was er denn eigentlich noch vom Leben hätte, am besten wäre er doch nun bei seiner Frau aufgehoben… aber trotz aller Trauer wollte er doch noch nicht den letzten Schritt machen.

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Man sagt es gäbe keine Zufälle… und es dauerte nur wenige Wochen, da sprach ein Nachbar ihn an,  ob er nicht vielleicht einen kleinen Hund nehmen könnte, jetzt da Devil nicht mehr sei. Er wäre auch schon älter, leider nicht besonders hübsch, leider auch herzkrank… und niemand wolle ihn aufnehmen. Er solle nun wohl eingeschläfert werden.. wenn nicht..

„JA!“ sagte er da schnell.

So kam Hildchen in sein Leben, sie freundeten sich rasch an. Hildchen war kurzbeinig, eher breit als lang, ja, sie war wirklich keine Schönheit, aber sie war sehr liebenswert.

Nun sah man den großen alten Mann mit dem kleinen, dicken Hildchen jeden Tag munter spazieren gehen. Je mehr sie draußen waren, desto schlanker wurde das Hildchen, es hatte ihr einfach die Bewegung gefehlt.

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Manchmal dachte er, was er doch für ein Glück gehabt hätte, seine geliebten Hunde gaben ihm so viel… doch immer öfter machte er sich nun Sorgen was aus Hildchen würde wenn er nicht mehr da wäre?

Er versuchte es in der Nachbarschaft, alle mochten ihn und seinen Hund, aber den womöglich übernehmen?.. NEIN, dafür fehle leider die Zeit. Immer häufiger dachte er nun an die Zukunft, oder besser gesagt an sein Ende, denn er merkte wie ihn die Kräfte verließen, er war nicht krank, aber doch sehr alt. Den Alltag zu bewältigen wurde für ihn immer schwerer und auch die täglichen Spaziergänge fielen nun kürzer aus.

Oft wachte er Nachts auf weil er sich um Hildchen sorgte.

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Und dann kam der letzte Tag im August, ein sehr heißer Tag. Er war wieder mit Hildchen auf dem Weg zum Park. Ob er nicht aufgepaßt hatte … oder ob es die Schuld des LKW Fahrers war, das ließ sich später nicht genau klären.

Für ihn war das nicht mehr wichtig… er würde endlich seine Frau wiedersehen und  all die Hunde.

Sie standen da am Ende der Straße, warteten schon und begrüßten ihn und das Hildchen voller Freude.
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und am Donnerstag geht die Welt unter

Sie wußte gar nicht mehr, wo sie es zuerst gehört hatte… oder hatte sie es in der Zeitung gelesen?.. am nächsten Donnerstag würde die Welt untergehen!

Sie hatte noch darüber gelacht, die Welt sollte schon so oft unter gehen… und sie drehte sich immer noch! Wieder und  wieder wurden Termine genannt, auch  alte Prophezeiungen  hervorgeholt… und immer erwiesen sich alle Ängste als unbegründet.

Doch schon einen Tag später sprach man überall vom bevorstehenden Weltuntergang. Konnte es denn vielleicht doch sein?

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Am nächsten Tag schon zeigte das Fernsehen Bilder von verstopften Autobahnen und Straßen, die Menschen waren auf der Flucht. Sie dachte noch, wie merkwürdig das war, flüchten, aber WOHIN?

In den Städten kam es zu Plünderungen.. die Armee versuchte zu sichern, doch das mißlang. Immer mehr zeigte sich die Gewaltbereitschaft der Menschen, ja, selbst vor Mord schreckten viele nicht mehr zurück.

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Sie war froh, so weit außerhalb zu leben, ihr Häuschen lag sehr abgeschieden,  fast versteckt. Schaltete sie den Fernseher oder das Radio ein wurde nur noch vom bevorstehenden Ende berichtet, von all den schlimmen Dingen die fast überall passierten. Hoffnung auf eine Rettung schien es nicht mehr zu geben,  sie bekam Angst.

Man hatte ja mit vielem gerechnet, daß die Menschen  selbst die Erde vernichten würden, daß die Ausbeutung schließlich zum Ende führen würde, Kriege, Naturkatastrophen… an all das hatte man gedacht, doch an einen Meteoriten, der die Erdbahn kreuzen würde, nicht. Dieser war gigantisch, die Menschheit hatten nichts womit sie ihn aus seiner zerstörerischen Bahn hätte bringen können.

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Panik beherrschte alle Menschen und es wurde schon von Selbstmorden berichtet. Die schwärzeste Verzweiflung zog sich rund um den ganzen Erdball.

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Sie lebte in diesen Tagen wie immer alleine mit ihrer alten Katze, sicher, sie saß öfter drinnen, hörte sich die Nachrichten an, was sollte sie sonst tun? Der Gedanke zu flüchten kam ihr nicht… der Gedanke ihr Leben zu beenden schließlich schon. Tabletten wären genug im Haus, aber was würde mit der Katze? Nein, sie konnte sie nicht töten, alleine zurück lassen aber auch nicht, ihre geliebte Mary!

So blieb sie einfach, saß draußen im Schatten der alten Kastanie, lauschte dem Wind und den Vögeln… so wie sie es immer getan hatte.

Überlegte, ob sie zufrieden sein könnte mit ihrem Leben? Nichts besonders hatte sie gemacht, war weder reich noch berühmt, hatte einfach nur ihr kleines AlltagsLeben gelebt… und doch fühlte es sich gut an.

Viele schöne Erinnerungen kamen und gingen, sie vermißte ihren verstorbenen Mann noch mehr als sonst. Dachte an Familie und Freunde von früher… und an Ereignisse die schon lange zurück lagen.

Die alte Mary lag wie immer schnurrend auf ihren Beinen, gedankenverloren streichelte sie das weiche Katzenfell. „Wir beiden Alten, wir werden einfach hier bleiben. Du hast es gut, du weißt nicht das die Welt bald nicht mehr existieren wird.“ sagte sie zur Katze und die schnurrte noch etwas lauter.

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Inzwischen  war schon der letzte Mittwoch auf Erden angebrochen, es gab kein Fernsehprogramm mehr und auch das Radio war verstummt. Seit gestern war auch der Strom ausgefallen, aber sie vermißte ihn nicht. Hatte sie doch alles vorbereitet, Wasser hochgepumpt, nur ein kleiner Vorrat, noch mal Brot gebacken und auch einige Thermoskannen mit Tee gekocht. Mehr brauchte sie wohl nicht mehr.

Es blieb nichts mehr zu tun… sie saß draußen, las ein bißchen, doch ihre Gedanken schweiften immer wieder ab. So würde es also wirklich kommen das Ende der Welt, ein Trost, es würde zum Schluß wohl alles sehr schnell gehen, zumindest hatte man das gesagt, warum also Angst haben.

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Sie hatte ihr Leben gelebt… und es war ein gutes Leben gewesen! Die Befürchtung alleine irgendwo dahin zu siechen mußte sie ja nun nicht länger haben, auch um ihre geliebte Mary brauchte sie sich nicht sorgen… sie würden nun zusammen gehen.

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Der letzte Donnerstag brach an, sie stand schnell auf, die Dämmerung und den  Sonnenaufgang wollte sie nicht versäumen und ein letztes Konzert der Vögel auch nicht.

Leichter Morgennebel lag auf dem Land, der Himmel färbte sich ganz eben rötlich, die Vögel sangen so schön wie niemals zuvor… und sie saß mit Mary auf der Bank vorm Haus. Eine Tasse Tee neben sich, leider war er nicht mehr warm, Mary bekam noch ein letztes Leckerchen und sie aß eine Scheibe vom selbst gebackenen Brot.

Sie saß einfach nur da und genoß mit allen Sinnen, bis Tränen ihre Wangen herunterliefen, so wunderschön war dieser letzte Morgen.

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am sechsten Tag

Tag sieben

Am siebten Tag sollst du ruhen!

… und so lehnte sie sich zurück, nahm ein Schlückchen Tee und lächelte entspannt.

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Tag sechs

„Ich möchte einen Unfall melden…. Ja, mir ist ein Mann vor den Wagen gelaufen…. nein, er bewegt sich nicht, ich weiß nicht, ich glaube er ist tot?…“

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einige Minuten früher:

Da war er ja wieder, sie faßte das Lenkrad fester, ihre Knöchel traten weiß hervor. Sie trat auf die Bremse. Er stand mitten auf der  kleinen Straße, hatte wieder auf sie gewartet, drehte sich um und sah sie höhnisch an. “ Du Schlampe“, rief er. „… warte, bis ich dich da raushole…“

Sie trat das Gas bis zum Anschlag durch, der Motor heulte auf und der Wagen machte einen Satz nach vorn. Seine angstvoll aufgerissenen Augen sah sie noch, dann hatte sie ihn voll erwischt. Hörte seinen Schrei, der abrupt abbrach…

Nein, sie bremste nicht, sondern gab weiter Vollgas,  der Wagen drohte auszubrechen und sie kam erst an der nächsten Querstraße zum Stehen. Sie atmete aus, merkte erst jetzt, daß sie, seitdem der Wagen  ihn übergerollt hatte, sie die ganze Zeit die Luft angehalten hatte. Ihre verkrampften Hände wollten das Lenkrad nicht loslassen und sie saß eine oder zwei Minuten einfach nur da und versuchte wieder ruhig zu werden.

Da sah sie im Rückspiegel, das er sich taumelnd auf sie zu bewegte. Der Schreck lähmte sie nur eine Millisekunde, sie rammte den ersten Gang ein, fuhr an, drehte und rast mit großer Geschwindigkeit auf ihn zu. Er versuchte noch zu entkommen und sie sah seine Panik, zu spät! Schon hatte sie ihn ein zweites Mal überrollt. Sofort hielt sie an, nahm das große Messer  vom Beifahrersitz und sprang auf die Straße. Da lag er, rührte sich nicht mehr, Arme und Beine seltsam verdreht, in einer größer werden Blutlache die  in den Rinnstein rann.

Vorsichtig ging sie näher, er atmete noch und er erkannte sie. Doch nur noch wenige Atemzüge, dann war Ruhe. Noch wartete sie einen Moment, stieß ihn dann mit der Fußspitze an, nein, er rühte sich nicht mehr. Er war tot!

Sie sah die Straße rauf und runter, doch  um 4 Uhr war kein Mensch unterwegs und in den beiden Häusern da hinten war kein Licht angegangen, keiner hatte etwas gesehen oder gehört!

Das große Messer legte sie unter den Sitz, nahm ihr Handy aus der Jackentasche und rief die Polizei.

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Tag fünf

Sie hatte Magenschmerzen, ihr war übel und am liebsten hätte sie alles hin geschmissen. Gleich mußte sie wieder ihre Tour fahren und die TodesAngst war zu ihrem Begleiter geworden. Er würde wieder auf sie warten, ob sie ihm noch einmal entkommen könnte? Fieberhaft überlegte sie, welchen Weg sie heute nehmen könnte, damit sie der Gefahr entgehen würde.

Sie zitterte unkontrolliert, aber es half nichts, sie mußte los. Es ging um Leben oder Tot. „Er oder ich“….dachte sie.

In dieser Nacht hatte sie Glück, eine Familie verstaute Koffer im Auto, sie liefen hin und her ins Haus, sie hörte fröhliche Stimmen, die fuhren in Urlaub.

Da hinten stand er halb verdeckt hinter Büschen und lauerte… doch heute konnte er ihr nichts anhaben. Für diese Nacht war sie gerettet.

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Tag vier

Heute kam sie eine Stunde später als normal und aus der anderen Richtung, doch sah sie ihn schon von weitem. Er stand halb verborgen hinter dem Gebüsch und beobachte die Straße. Er wartete, er würde sie fertig machen… WAS würde er mit ihre machen? Die Angst schnürte ihr den Atem ab und sie fühlte sich schwach und schwindelig.

Sie bremste, verriegelte den Wagen und fuhr langsam weiter, da hatte er sie auch schon gesehen. Er schrie, sie verstand es nicht, sah nur noch wir er eine Eisenstange schwang und auf ihre Motorhaube drosch.

Irgendwie kam sie vorbei. Naßgeschwitzt saß sie später lange vor der Bäckerei in ihrem Auto. Tränen liefen über ihr Gesicht und sie hatte nicht die Kraft aufzusteigen. Menschen gingen vorbei, holten ihre Morgenbrötchen. Am liebsten hätte sie jemand angesprochen  und um Hilfe gebeten.

Doch sie wußte , niemand würde ihr helfen können… ihre Lage war verzweifelt und hoffnungslos!

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Tag drei

Heute Nacht würde sie den Wagen nehmen und versuchen zu überleben.

Sollte sie sich einfach krank scheiben lassen, wäre das die Lösung? Doch sie ahnte, daß es nur ein Aufschub wäre, denn er würde nicht aufgeben. So ging sie auf ihre Tour, die Angst fuhr mit und sie fuhr dieses bestimmte Stadtviertel erst ganz zum Schluß an.

Immer wieder schaute sie sich um, erwartet ihn zu sehen, und richtig, wieder war er dort in der Nähe vom Friedhof. Zuerst hatte er sie in ihrem Wagen nicht erkannt, doch leider kam sie nicht unbemerkt vorbei. Er stand mitten auf der Straße und zwang sie zu bremsen. Er versuchte die Tür zu öffnen, doch die Verriegelung hielt. Er nahm einen Stein auf und schlug auf die Frontscheibe ein. Er schrie sie an und sie hatte Angst wir noch nie in ihrem Leben. Was hatte sie ihm getan, sie kannte den Mann doch gar nicht?

Sie gab Gas und fuhr los, er sprang gerade noch zur Seite und rief ihr Unflätigkeiten hinterher.

Später hielt sie an und konnte sich kaum wieder beruhigen, sie zitterte am ganzen Körper, so stark, das ihre Zähne aufeinander schlugen. Was sollte sie nur tun?

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Tag zwei

Angstvoll sah sie um die Hausecke, sah die dunkle Straße runter … atmete auf und dachte: “ Er ist nicht da… ich hab mich umsonst geängstigt!“ Erleichtert machte sie sich wieder auf den Weg.

Als sie am Friedhof fast vorbei war, wurde sie vom Rad gerissen. Sie schrie und schlug hart auf den Asphalt auf. Schmerzen  schoßen durch ihr rechtes Knie und den linken Arm.

Sie versuchte sich aufzurichten, doch schon war er da und schlug ihr ins Gesicht.  Irgendwie bekam sie den Elektroschocker aus der Tasche…… „wie geht der an?“ sie fummelte panisch an den kleinen Schaltern, da traf sie ein weiterer Schlag. Ihre Lippe platze auf, blutete und tat unerträglich weh… sie stöhnte auf.

Da, der knisternde Lichtbogen!  Er sah es zu spät und sie drückte den Schocker an seinen Brustkasten und hörte nicht auf. Er zuckte  und schrie und zuckte weiter, aber sie ließ dem Schalten nicht los und so floßen 38o ooo Volt durch seinen Körper.

Sie flüchtete, ließ ihn liegen…

Weg … nur weg !

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Tag eins 

Wie immer war sie mit dem Rad unterwegs , es war mitten in der Nacht, die Straßen ruhig und sie dachte über einige Dinge nach. Die Luft war angenehm kühl und so fiel es ihr leicht ihre Tour zu fahren.

In Gedanken war sie schon bei dem kommenden Tag, hatte einiges zu erledigen  und plante wie sie alles schaffen könnte.

Nur noch eine viertel Stunde, dann wäre sie hier für heute auch fertig, dann noch die andere, kleinere Runde und…

Ein Krachen von Ästen, aus dem Gebüsch am Friedhof sprang  jemand. Sie erschrak sehr!

Schon wurde ihr Rad festgehalten und sie konnte nicht weiter. Der Ruck brachte sie zu Fall. Hilflos lag sie hab unter ihrem Rad und sah einen Mann auf sich zukommen. Sie bekam Angst.

„Na, du Schlampe…“ erschrocken sah sie ihn an, ein ihr vollkommen Unbekannter beschimpfte sie?

Ihr Bein lag verdreht unter dem Rad und sie kam einfach nicht wieder hoch. Er griff in ihre Haare und schlug ihr ins Gesicht. Es tat sehr weh und sie konnte sich nicht wehren, er riß  weiter an ihren langen Haaren, „Steh auf!“

Ein Tritt in ihre Rippen, ein weiter Schlag ins Gesicht, sie hatte TodesAngst.

Sie bekam das große Messer, das  immer am Lenkrad hing, zu fassen und hieb nach ihm. Ja, sie hatte ihn irgendwo erwischt, er schrie auf, ließ ihre Haare los und sie rappelte sich hoch. Er fluchte und hielt sich den Arm, sie versuchte ihr Rad aufzurichten, doch da er packte sie schon wieder. Sie stieß erneut mit dem Messer zu und rammte es in seine Hand. Schreiend ließ er sie los.

Sie rannte und rannte und sprang dann aufs Rad und fuhr um ihr Leben. „Das wirst du büßen du Schlampe, ich mache dich fertig!!!“

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Noch Stunden später, als sie längst in der Sicherheit ihres Heims war, konnte sie sich nicht beruhigen. Unfaßbar das Ganze! Ein Mann hatte versucht, .. ja, was hatte er versucht? Wollte er sie vergewaltigen, wollte er sie töten?

Immer wieder drehte sich das GandankenKarsusell und sie kam einfach zu keiner Lösung. Die Polizei? Was konnte sie denen sagen, sie wußte nicht mal wie der aussah.

Wer würde ihr helfen? Verzweifelt saß sie da… und hatte Angst vor der nächsten Nacht.