VIER

Noch gestern traf ich die SeptemberFrauen,

sie flogen lachend auf den SonnenStrahlen an mir vorbei,

spannen ihre AltweiberFäden

und erzählten vom vergangenen Sommer.

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OktoberFrauen mit sanftem Licht und goldenem Schein,

die letzten Dahlien im Haar,

brachten die süße Weinlese noch sonnenwarm in die Keller,

wohl gerüstet für kommende Feste.

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Heute nun ziehen die NovemberFrauen ums Haus,

vorbei die unbeschwerten Zeiten.

Gehüllt in graue, triefende Gewänder halten sie Ausschau.

Sie sind die Schnitterinnen, die die MenschenErnte einholen.

Drum gib Obacht, daß Du ihnen nicht begegnest

in diesen nebelverhangenen Tagen.

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Morgen oder Übermorgen  erwarte ich die DezemberFrauen,

die klirrend auf leisen Schneefüßen daher kommen.

MondenGlanz und Stille bringen sie uns, vielleicht Vergeßen

und geben der Erde ihre WinterFriedensRuh.

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jeder bekommt das was er denkt

Irgendwann fühlt sie sich leer.

Nein, das ist kein schlechtes Gefühl, da ist kein Mangel an irgendwas.. da ist einfach nur Leere.

Zuerst ist sie ein wenig erschrocken… so einfach leer zu sein.

Kein Bedauern, kein Hass, kein Glück, kein noch so winziger Funken Lebensglut… einfach nur Leere.

„Ich bin wie ein leeres Gefäß,“  dachte sie.“… warte nur darauf das ich gefüllt werde.“

Doch sie bleibt leer und dieser Zustand dauert so lange an das sie ganz vergaß, daß sie auch mal etwas anderes gewesen war.

Ein Mensch voller Lachen und Freude… mit übermütigem Witz und Schabernack… mit ernsten und traurigen Gedanken… voller Liebe und Trauer… ein fühlendes Wesen.

Sie, die nie geglaubt hatte, daß es mehr als nur dieses eine Leben geben könnte… die anders denkende  mit spöttischen Blicken und Worten bedacht hatte…

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So blieb ihr nur die Leere, die sie langsam ganz auslöscht.

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Heimat-Gedanken

Heimat ist da wo das Gras grüner, die Wälder geheimnisvoller, das Licht goldener … und das Leben lebenswerter ist.

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Und plötzlich ist es „meine“ Heimat, ein  Gefühl des verwurzelt seins ist entstanden.

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Einige Wege in  den Wäldern… Bäume und Kraftorte…  die Aussicht vom Berg…  ja, auch die alten Gebäude die ich manchmal besuche… der weite Blick über die Felder… die ziehenden Vögel…

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Heimat ist aber auch das Licht der Sonnenaufgänge… die Nebel die schwer auf der Landschaft liegen… der Wind der an den Fensterläden rüttelt…  die fallenden Blätter im Herbst…

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Im Mondlicht stehen und die Seele fliegen lassen… warten auf Sternschnuppen … den ersten Frost…

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Ein gutes Gefühl angekommen zu sein… zufrieden sich auf morgen freuen… und übermorgen…

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Heimat hat nichts mit anderen Menschen zu tun… Heimat ist innen drin, wenn ich in mir verwurzelt bin… hat was mit annehmen und akzeptieren zu tun.. hat mit mir zu tun…

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Ist ein Stück Freiheit… ist das Ende der Suche… ist die letzte Haltestelle im meinem Leben… irgendwann der letzte Sonnenuntergang…  der kommende Neumond… der Ruf des Käuzchens der mich leiten wird…

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022

 

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die Suchende

Da war sie ständig auf der Suche nach sich selbst,

auf der Suche nach dem Sinne des Lebens,

auf der Suche nach Liebe…

nun ist ihre LebensUhr abgelaufen.

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Sie war immer präsent, nur hatte sie sich nicht erkannt,

der Sinn besteht darin es zu LEBEN,

die Liebe hatte sie leider verpaßt…

war zu sehr beschäftigt mit sich selbst.

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022

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nebelduftende.zwitschergesumm.regenschauer.sonnendurchflutete.blühexplosion

🙂

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und nun?

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Nacht

der Wind heult ums Haus

draußen versinkt alles im Schnee

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Drinnen

am warmen Ofen

das Herz übervoll, ohne Worte

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Zukunft

immer das was man daraus macht

aber wohin geh ich?

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019

auf der Suche

Letzthin fragte man: “Warum meidest du die Menschen? Warum tust du nichts für sie?”

Schnell waren die Worte: “Weil ich sie nicht mag!” herausgerutscht. Gedacht aber: “Ich haße sie! …fast alle!”

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Wie kann man sich verständlich machen? Wo müßten die Erklärungen anfangen?

Bei der Jugendzeit..?  Bei den mißhandelten Tieren, die jahrelang das Leben bestimmten? Bei der Ernährung? Weil sie ihre eigene Art nicht achten und die Schöpfung mißhandeln, ausbeuten.. zerstören?

Wo würde es überhaupt eine Ebene geben, auf der man sich verständigen könnte? Woher sollen Worte kommen, die beide Seiten verstehen würden?

Die Chance verstanden zu werden und sich wirklich verständlich machen zu können sind gering.

Vielleicht besser mit den Bäumen reden… besser den Seelenfrieden nicht gefährden… einfach ganz für sich bleiben.

Viel besser den Gedanken der Tiere lauschen… und den Wolken zusehen, als Lebenszeit vertun.

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still

Sie ist verstummt.

Zuerst hörte sie auf zu schreiben, dann sprach sie nicht mehr…

und nun befürchtet sie auch das (Nach-)DENKEN gänzlich aufgegeben zu haben.

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Sie ist tot.

Zuerst hörte sie auf zu atmen, dann lebte sie nicht mehr…

und nun befürchtet sie nicht mehr zu sein und sich im NICHTS zu verlieren.

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… im Lenz

Es wird nach dem langen Winter

echt höchste Zeit,

sich einfach mal wieder nach draußen zu setzen.

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SchäfchenWolken zusehen,

die Sonne in sein Herz leuchten lassen..

und einfach nur sein.

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Das Zwitschern der Vögel

schmilzt den Eiskern

der die Seele erstickt.

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Der laue Wind bläst

die grauen Gedankengespinste

aus dem Geist.

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Sprießendes Grün, buntfröhliche Blüten,

summende Bienen,

all das belebt die Fantasie.

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Hoffnungsfrohe, übermütige,

erwartungsvolle Frühlingsstimmung,

das ist meine Lebenszeit.

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wenn der Schmerz nachläßt…

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Der erste große Liebeskummer tut so weh, das man glaubt nie wieder lachen zu können, nie wieder überhaupt etwas tun zu können. Es schmerzt zu sehr!

…und irgendwann läßt der Schmerz nach, vergeht und wird zu einer blaßrosa Erinnerung.

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Der körperliche Schmerz, bei einer Verletzung oder Krankheit, etwas das wir alle immer mal wieder erleiden müssen, tut oft sehr weh!

… und irgendwann gesundet der Körper, die Schmerzen ebben ab und werden zu einer Erinnerung, die zu einer LebensErfahrung wird.

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Die ersten Lügen, der erste Verrat verletzten die Seele, ganz tief drinnen wühlt ein Schmerz und wir sind dem ausgeliefert.

… und irgendwann merken wir, das diese Verletzungen  niemals heilen werden und wir müssen versuchen damit zu leben.

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