VIER

Noch gestern traf ich die SeptemberFrauen,

sie flogen lachend auf den SonnenStrahlen an mir vorbei,

spannen ihre AltweiberFäden

und erzählten vom vergangenen Sommer.

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OktoberFrauen mit sanftem Licht und goldenem Schein,

die letzten Dahlien im Haar,

brachten die süße Weinlese noch sonnenwarm in die Keller,

wohl gerüstet für kommende Feste.

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Heute nun ziehen die NovemberFrauen ums Haus,

vorbei die unbeschwerten Zeiten.

Gehüllt in graue, triefende Gewänder halten sie Ausschau.

Sie sind die Schnitterinnen, die die MenschenErnte einholen.

Drum gib Obacht, daß Du ihnen nicht begegnest

in diesen nebelverhangenen Tagen.

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Morgen oder Übermorgen  erwarte ich die DezemberFrauen,

die klirrend auf leisen Schneefüßen daher kommen.

MondenGlanz und Stille bringen sie uns, vielleicht Vergeßen

und geben der Erde ihre WinterFriedensRuh.

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0181

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und nun?

*

Nacht

der Wind heult ums Haus

draußen versinkt alles im Schnee

*

Drinnen

am warmen Ofen

das Herz übervoll, ohne Worte

*

Zukunft

immer das was man daraus macht

aber wohin geh ich?

*

019

still

Sie ist verstummt.

Zuerst hörte sie auf zu schreiben, dann sprach sie nicht mehr…

und nun befürchtet sie auch das (Nach-)DENKEN gänzlich aufgegeben zu haben.

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Sie ist tot.

Zuerst hörte sie auf zu atmen, dann lebte sie nicht mehr…

und nun befürchtet sie nicht mehr zu sein und sich im NICHTS zu verlieren.

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011 1

… im Lenz

Es wird nach dem langen Winter

echt höchste Zeit,

sich einfach mal wieder nach draußen zu setzen.

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SchäfchenWolken zusehen,

die Sonne in sein Herz leuchten lassen..

und einfach nur sein.

.

Das Zwitschern der Vögel

schmilzt den Eiskern

der die Seele erstickt.

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Der laue Wind bläst

die grauen Gedankengespinste

aus dem Geist.

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Sprießendes Grün, buntfröhliche Blüten,

summende Bienen,

all das belebt die Fantasie.

.

Hoffnungsfrohe, übermütige,

erwartungsvolle Frühlingsstimmung,

das ist meine Lebenszeit.

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003-pola

er ists

Laubgestöber

Wolkenjagden

Mondenglanz

Schleiertänze

Farbgeriesel

Windgebläs

Sonnengold

Regentänze

Frostgefunkel

… der Herbst ist da!

(ab)wägen

… und so legte sie jedes Wort auf die (Gold)Waage und sie wurden als zu leicht befunden.

So sieh dich vor… mit wem du dich unterhalten willst.

… und so saß sie  in dem leeren Zimmer, sah aus dem Fenster und hörte dem Rufen der Krähen zu.

So seid ihr also da, meine Freunde, kein falscher Zungenschlag und sie lauschte mit angehaltenem Atem, denn sie hatten so vieles zu erzählen.

Herbstgedanken

(vom 16-10-10)

 

.

Wie einfach ist es wohlgemut zu sein,

wenn die Sonne scheint-

     Wie einfach ist es ausgelassen zu sein,

     wenn keine Sorgen und Nöte den Geist bedrücken-

Wie einfach ist es zu lachen,

wenn kein Leid dein Leben streift-

     Wie schwer ist es gelassen zu sein,

     angesichts der Ungerechtigkeit und Willkür-

Wie schwer ist es optimistisch zu sein,

angesichts der täglichen Nachrichten-

     Wie unendlich schwer ist es menschlich zu bleiben,

     angesichts der brutalen Wirklichkeit-

… und da fragst du mich, wie du den Tag überstehen sollst?

Such deinen Weg im HerbstNebel…

Reduktion

Wenn man auf das Allerwesentlichste zurückgenommen wird…

bleibt nur  noch das Atmen.

Ein Luxus, den man als gegeben hinnimmt,

der allerdings seine wahre Bedeutung erst zeigt,

wenn man es nicht mehr kann.

Jedes Luftholen ein Überlebenskampf,

jeder Atemzug vielleicht der letzte?

ja FRÜHER…

FRÜHER, das war vor ganz langer Zeit, KinderLachen, SommerSonne, BlütenTräume.

…auch FRÜHER, als sie noch jung und voller Ideen und Illusionen war.

Und je länger sie an FRÜHER dachte, desto schöner wurde es, Ihr FRÜHER.

… und irgendwann hatte sie das JETZT übersprungen und war im MORGEN angekommen.

 

Wahrheiten

Es ist manchmal nicht so einfach der Wahrheit ins Auge zu sehen…

viel lieber gucke ich mal so eben dran vorbei…

oder mache ein oder zwei Augen zu…?

*

Es ist manchmal nicht so einfach mutig und ohne Furcht zu sein…

viel lieber möchte ich sicher und beschützt sein…

oder warte auf meinen Lanzelot…

*

Es ist manchmal gar nicht so einfach die Hoffnung zu bewahren…

viel lieber würde ich an Wunder glauben…

oder einfach weiterträumen…