Leben heißt warten???

Die Freude, besser gesagt die VOR-Freude auf etwas, ist meistens viel schöner als das erhoffte Ereignis.

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Als Kind freut man sich wie blöde auf Weihnachten…. schon Tage vorher ist man ganz hibbelig und wenn erst die Türe sich öffnet, der LichterGanz  des Baumes, die stimmungsvolle Musik, der Geruch nach Spekulatius, bunte Geschenke… ja, DAS ist es, darauf hat man sich nun solange gefreut.

Doch schnell wird es fad, die Lichter strahlen nicht mehr ganz so hell, die Musik stört im Ohr, die Geschenke, naja… und überhaupt, man mag keine Spekulatius.

Aber im nächsten Jahr, da wird sich wieder VOR-gefreut, ganz bestimmt wird das dann alles viel schöner!

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Als Erwachsene kann man es kaum erwarten ENDLICH zu heiraten… (wenn man denn einen dafür gefunden hat)… in WEISS mit allem Pi Pa Po… die Vorbereitungen laufen über Wochen,  alle Sparstrümpfe werden geplündert, man will sich ja nicht lumpen lassen, (alleine schon damit die Leut nix zum Reden haben…).

Die Wahl des Brautkleides ist mit kaum etwas auf dieser Welt vergleichbar an Wichtigkeit… die Auswahl der Gäste, der Lokation, des Fotografen, der Kutsche/Limousine, … die Liste ließe sich unendlich fortsetzten… und all das geschieht voller VOR-Freude auf ein glückliches Leben!

Doch kaum ist der letzte Walzer verklungen, die letzten Gäste verabschiedet, mit dem letzten Schlückchen Sekt aufs Glück angestoßen… wirds wieder grau, die Farben verblassen und der Alltag will gelebt werden.

Dann stellt man fest, daß ER die Zahnpasta nicht zudreht und SIE nicht kochen kann … und schon gibt es kein HAPPY END!

Aber schon bald ist man wieder auf der Jagd nach dem LebensGlück, voller VOR-Freude auf kommende Wonnen…

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So hangelt man sich von VOR-Freude zu erhofftem Glück und eh man es sich versieht ist so ein kleines MenschenLeben vorbei…

Voller VOR-Freude sehnt man nun den letzten Besucher herbei der einen ins Paradies bringen soll. Man stellt sich vor, wie schön das nun wird und wartet und will den Gevatter gar freudig begrüßen…

Doch oft schon ist das Warten lag und bitter und wenn er dann kommt… ja, was soll ich sagen, nicht alle kommen ins Paradies, denn er könnte sagen: „Zu früh gefreut! Für alles im Leben muß man zahlen… auch für ungelebtes… “

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Oh, wie süß!

Sie kennt es von frühester Jugend, ein Stückchen Schokolade, das im Mund schmilzt gibt Liebe und Sicherheit. Mit einem vollen SchokoladenMund ist ihre Kinderwelt in Ordnung. Mit einem vollen SchokoladenMund ist ihre Welt auch später immer noch heil und ganz!

Die Schokolade, oder die Sucht nach etwas Süßem, prägt ihr Eßverhalten über viele Jahrzehnte. Sie lernt, Zucker ist nicht gut, Zucker kann auch krank machen, vor allem aber auch dick.

Dick ist nicht gut.. dick ist gar nicht gut!

So versucht sie auf ihr geliebtes SchokoladenGlück zu verzichten, aber wie schon das Wort Verzicht keine guten Empfindungen mit sich bringt, so macht sie die fehlende Süße in ihrem Leben traurig.

Nachdem sie andere Dinge wie Tabak (und mehr) bis zum Exzeß konsumierte, ja, Jahrzehnte lang meinte, gar nicht  ohne das alles leben zu können, stellte sie fest, darauf kann sie leicht verzichten. Da ist es nicht mal ein Verzicht, nein im Nachhinein ist es eine Befreiung von diesen Zwängen und fühlte sich einfach gut.

Auch die Süße hatte sie fast ganz aus ihrem Alltag verbannt, bis sie irgendwann der Versuchung nicht widerstehen konnte. Der erste Biß in einen Riegel mit den vielen Erdnüssen… hmmm, was für ein Gefühl, was für ein wunderbares Gefühl!

Auch die Schokolade schmeckt immer noch nach Kindheit, bringt liebevolle Momente. Pralinen, ein Luxus, der auf der Zunge zergeht und sie fühlt sich kostbar und ganz besonders!

Die Überlegungen, wie schlecht doch der Zucker und all das Süße für sie sind, werden einfach mit einem Stückchen Schokolade herunter geschluckt. Zurück bleibt erst mal ein wohliges Gefühl, mit einem Abgang von schlechtem Gewissen.

Sollte sie sich wirklich selber so sehr unter Druck setzen, daß sie das was ihr so viel gab ganz und  gar verteufelte?

… und so gönnt sie sich die Süße in ihrem Leben und will nicht mehr darüber nachdenken, sondern einfach nur noch genießen, guter Dinge, fröhlich und gelassen sein.

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Leben lernen?

Sie fragte schon die Mutter: „Wie lerne ich wie das Leben ist?“

„Das wirst du schon von selber lernen.“

Sie fragte die Großmutter: „Leben, kann ich bei Dir lernen, wie das geht?“

„Ach Kind, noch jeder hat sein Leben gelebt, sowas muß man nicht lernen.“

Uns so wurde sie dreißig und noch immer war diese Frage unbeantwortet geblieben.

Sie wurde vierzig und dann fünfzig, wurde selber oft um Rat gefragt und hatte doch keine Ahnung vom Leben, niemand hatte es sie gelehrt.

Noch mit siebzig, wenn sie klare Momente hatte, stellte sie die so wichtige Frage: „Wo kann ich lernen, wie man sein Leben richtig lebt?“

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Bis dann ein Fremder Ihr die Antwort gab: „DU hast dein Leben längst gelebt und wenn es nicht gut war, ist das dein Pech. Nun hör schon auf zu fragen, es ist eh zu spät!“

ja FRÜHER…

FRÜHER, das war vor ganz langer Zeit, KinderLachen, SommerSonne, BlütenTräume.

…auch FRÜHER, als sie noch jung und voller Ideen und Illusionen war.

Und je länger sie an FRÜHER dachte, desto schöner wurde es, Ihr FRÜHER.

… und irgendwann hatte sie das JETZT übersprungen und war im MORGEN angekommen.

 

„Darf ich Sie küssen Fräulein Rose?“

Erinnerungen:

Oh, ich weiß es noch wie heute, das Buch machte die Runde, von der Oma zur Mutter, der Opa hat es gelesen und ich auch.

Gefallen hat es uns , mir ganz besonders, ich war vielleicht 10 Jahre. War das nicht eigentlich ein „Erwachsenen-Buch“? Das machte es natürlich noch mal so interessant.

Eine Familiengeschichte, eine schöne heile Welt mit ganz kleinen Alltagsproblemen, nichts wirklich weltbewegenedes, aber nett zu lesen. Ja den Gaylord haben wir alle gemocht oder die flotte Tante Becky.

Es gab einige Bücher, die reihum durch die Familie kursierten und  es gab keine Bücher, die ich nicht lesen durfte. Das war meine Lesewelt, fast täglich verschlang ich ein Buch. Bäuchlings auf dem Bett liegend, nur hin und wieder umdrehen, wenns unbequem wurde. Dazu dann möglichst Schokolade oder Chips… ein Paradies!

Nachts dann die Decke über den Kopf gezogen, mit der Nachtischlampe gings weiter, das wurde allerdings schnell sehr warm. Da mußte das Licht dann erst mal gelöscht und gelüftet werden und weiter gings.

Für ganz viele Jahre waren Bücher mein allerliebstes, dicht gefolgt vom Fernsehen. Ein häusliches Kind also, das in seiner eigenen Welt lebte und immer wieder in neue Geschichten eintauchte.

Die Bücherschränke der Eltern und der Großelteren reichten da natürlich nicht und so war ich Stammkunde der StadtBücherei. Ganz früher kam ein Bus, der Büchereibus, der stand dann jeweils für 2 Stunden am Ende unserer Straße, später dann gab es eine richtige Bücherei.

Es gibt Sätze aus Büchern, die erkenne ich noch nach so vielen Jahren sofort wieder. So wie auch: „Darf ich Sie küssen Fräulein Rose?“ Ich denke wenn ich den Buchtitel genannt hätte, wäre das einfacher gewesen?

Na gut, „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“…jetzt wird es aber sicher jeder erkannt haben? Der Satz war und ist doch Kult…

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Wir komme ich heute darauf? Ganz einfach ich gucke mir gerade mit einem Auge den Film an.. und so viele Erinnerungen wollten dann aufgeschrieben werden…

TeeTrinker

Früher, als ich noch ein Kind war, erfüllte immer wieder der Duft von frisch gebrühtem Kaffee die Wohnung. Ich erinnere mich, das ich dann manchmal „Muckefuck“ bekam, keinen Bohnenkaffee, sondern den korngesunden Landkaffee.

Ganz früher war echter Bohnenkaffee etwas besonderes  und nicht jeden Tag wurde er  getrunken. Da mahlte die Hausfrau die Bohnen jedesmal frisch, eine mühsame Beschäftigung.

Als ich erwachsen wurde gehörte Kaffee natürlich auch zu meinem Frühstück, auch bei der Arbeit stand immer eine große Tasse griffbereit.

Aber ganz ehrlich… so richtig gerne mochte ich ihn nie, schon gar nicht mit Milch, sondern mit ganz viel Zucker, damit ich nichts von dem bitteren Geschmack mitbekam.

Ja, ich war nie ein überzeugter KaffeeTrinker.

Tee habe ich immer gern getrunken, in allen Variationen. Schon als junges Mädchen machte ich mir nachmittags eine Kanne Tee und nahm diese mit in meine Zimmer. Dort stand ein Stövchen, gemütlich und heimelig.

Es kam die Zeit, da trank ich sehr wenig Tee, dann keinen mehr, die KaffeeZeit hatte begonnen, kannenweise… und dazu wirklich sehr viele Zigaretten.

Je älter ich wurde, desto weniger vertrug ich aber den Kaffee, es ging mir schlecht. Es dauerte aber noch eine ganze Weile, bis ich mir das auch eingestand.

Schwindel, Magenschmerzen und allerhand mehr Übel hatte ich zu erleiden… und meinte immer noch, „Ohne Kaffee gehts gar nicht!“

Doch es kam der Tag, da beschloß ich: „Jetzt ist Schluß mit diesem Unsinn, ich vertrags einfach nicht!“

Leckere Teesorten kamen wieder ins Regal  natürlich auch in die Tassen… und siehe da, mir ging es sofort gut! Keine Malessen, kein Schwindel, nichts dergleichen.

Etwas später gab ich auch die Raucherei auf, und den Alkohol mochte ich auch nicht mehr.

Da merkte ich erst, wie elend ich mich doch Jahrzehnte lang gefühlt hatte und dachte doch immer das sei normal. Normal ist das Leben heute für mich, mit freien Lungen, gutem Geschmacksinn und relativ intaktem Immunsystem.

(JA, es ging einfach so und JA, es hat sich wirklich gelohnt aufzuhören!)

Doch eigentlich wollte ich heute nur über Tee schreiben, darüber, das wir mehr als 20 verschiedene Sorten im ständigen Wechsel trinken, oder wie gesund und lecker Grün- und RoibushTees doch sind…

…und wie viel Freude ich an meiner großen BecherSammlung aus Fine Bone China habe aus denen der Tee so richtig lecker schmeckt.

… oder auch von den ganz besonderen Teerosen, die wir uns manchmal gönnen…

Aber für heute will ichs mal gut sein lassen, der beste aller Ehemänner bringt gerade die vierte Kanne Tee des Tages rein… und den wollen wir in Ruhe genießen!

Wie kommt der Löwe in die Krippe?

Da liegt ein kleiner abgeliebter Stofflöwe in diesem Jahr bei der Krippe in der Kirche.  Mit Erstaunen sah ich ihn und fragte mich, woher er wohl gekommen sei …

In der Kirche saß eine ältere Frau, eine von denen die ihre Zeit dafür hergeben unsere Kirchen zu bewachen. Deshalb kann man sie noch offen halten tagsüber, leider wird sonst immer wieder vieles zerstört dort.

„Sie wundern sich sicher über den kleinen Löwen? Wie ich sehe Sie fotografieren sie ihn gerade.“ sprach sie mich an.

„Ja, so einen habe ich hier noch nie gesehen,“ antwortete ich. „Er fällt schon auf, etwas ungewöhnlich.“

„Nun, es steckt eine Geschichte dahinter, wenn es Sie interessiert kann ich sie Ihnen gerne erzählen… haben Sie Zeit?“

Natürlich hatte ich Zeit und wir setzten uns in  eine der hinteren Kirchenbänke.

„Dieser kleine Stofflöwe gehörte der kleinen Rebecca und ihre Eltern haben ihn in der Christmette zur Krippe gelegt. Die ganze Gemeinde hatte für das kleine Mädchen gebetet, aber sie verstarb am heiligen Abend.“

„Ach, das ist sehr traurig, war die Kleine krank?“ fragte ich

„Rebecca wurde eine Woche vor Weihnachten angefahren und lag bis zu ihrem Tod im Koma. Ein betrunkener Autofahrer hat sie auf dem Weg zum Kindergarten angefahren und verletzt liegen gelassen. Als man sie dann fand war sie schon sehr schwach, ohne Bewußtsein und stark unterkühlt. Mehrere Operationen brachten sie leider nicht wieder zurück, ihr Zustand verschlechterte sich immer weiter.

Wir alle haben für dieses kleine Mädchen gebetet und haben so sehr gehofft, das sie wieder gesunden würde. Die Eltern erzählten, daß sie immer ganz besonders die Krippe in dieser Kirche geliebt hätte und sie war im letzten Jahr kaum zu halten, weil sie sich alles ganz genau ansehen wollte. Besonders das Jesuskind hat sie ganz genau sehen wollen. Sie war ganz begeistert, als dann das stehende Jesuskind aufgestellt wurde.

In diesem Jahr hat sie die Krippe leider nicht mehr sehen können.

Und so legten die Eltern den kleinen Löwen in diesem Jahr zur Krippe und …“

Mir standen die Tränen in den Augen, „Das ist aber wirklich eine schlimme Geschichte.“

Ja, auch die nette ältere Dame hatte ein Taschentuch in der Hand und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Mir setzt das jetzt wieder sehr zu, ich kannte die Kleine und ihre Familie… es ist ein wirkliches Drama. Die Eltern sind ganz verzweifelt und deshalb hat es ihnen einen kleinen Trost gegeben, Rebeccas Lieblingslöwen zum Christkind zu legen.“

Wir unterhielten uns noch eine Weile und ich bedankte mich zum Abschied.

Sehr nachdenklich fuhr ich nach Hause und mußte die Geschichte unbedingt aufschreiben.

In Erinnerung an Rebecca.

(Diese Geschichte ist rein fiktiv und ist im Rahmen des täglichen Schreibens entstanden. Die Krippe gibt es und den kleinen Löwen dort auch.)

rot/weiß karierte Zeit

Sie zog die Wäsche aus dem Trockner und hielt plötzlich ein Stückchen Kindheit in Händen. Ein fast verschlissenes rot/weiß kariertes Küchenhandtuch, vom langen Gebrauch ganz fadenscheinig und weich geworden, eine Ecke ausgefranst.

Solche Tücher hatten in den Küchen ihrer Kindheit gehangen, vor über 50 Jahren. Bei der Mutter, in der kleinen Küche, oben in der Mansardenwohnung, bei der Oma in der lichtdurchfluteten Wohnküche. Winzig kleine Staubteichchen tanzten dort manchmal im Sonnenlicht. Die Küche der Oma war immer voller Leben, roch nach frisch gemahlenem Kaffee, Essen und auch Zigarettenrauch.

Sie sah den alten, großen Tisch, nach dem Essen standen jetzt die dampfenden Kaffeetassen darauf und die Oma saß mit einem ihrer fast erwachsenen Söhne da. Man sagte ein „guter Bohnenkaffee“, der wurde jedesmal frisch gemahlen, der Geruch durchströmte die ganze Wohnung. Die beiden unterhielten sich, rauchten gemütlich und sie saß still dabei. Gut aufgehoben und zufrieden, zuhören zu dürfen. Was hatte sie als Kind eigentlich getrunken?

Sie stand da, hielt das rot/weiß karierte Tuch in der Hand und auf einmal verspürte sie die unstillbare Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Unbeschwertheit, ja, nach den nie mehr wiederkehrenden Tagen der frühen Kindheit. Sie sah sich auf einen Küchenstuhl stehend das Geschirr spülen, es machte ihr Spaß, sie wollte gern helfen.

Überhaupt war sie ein stilles Kind, spielte immer alleine, da es keine anderen Kinder gab. Lebte ihr Kinderleben in der Welt der Großen.

Rot/weiß kartierte Küchentücher,  sie hatte sie auch zum Spielen bekommen, um Verbände um Elefants Bein machen zu können, oder auch um den Arm der großen Puppe zu verbinden. Wo war eigentlich ihr Spielzeug geblieben? Irgendwann war es nicht mehr ihres, sondern ging an die jüngeren über, die nach ihr geborenen.

An die Küche der Mutter hatte sie andere Erinnerungen, dort stand ein riesiger Topf auf dem Herd,  darin wurde die Wäsche gekocht. Sie mochte  den Geruch nach Seife und den Dampf, ja, irgendwie war es spannend.

Bei der Oma gab es einen Waschkeller mit großem Bottich, der wurde angeheizt und dann konnte man darin waschen. Es dampfte und war naß und feucht. Die Oma stand mit einem Rubbelbrett an einem Zuber und schrubbelte die Wäsche. Sie war gern bei diesen Tätigkeiten dabei und bekam auch ein Eimerchen um etwas zu waschen. Erst viel später begriff sie, welch eine Mühe und Arbeit das früher war mit der Wäsche.

Als Kind hatte sie die größte Freude, wenn bei der Oma die Wäsche draußen auf den Leinen flatterte. Man mußte dann immer sehr gut aufpassen, das sie nicht gestohlen wurde. Ja, daran erinnerte sie sich noch gut.

Vor allem, wenn der Zirkus auf dem Schloßplatz war, oder die Sendleute, man schaute immer wieder aus dem Fenster, ob noch alles auf den Leinen hing.

Jetzt fiel ihr auch wieder das Geschirr der Mutter ein, es war irgendwie verblasst und hatte Streubümchen darauf, es gab aber auch noch andere Teller, aber wie hatten die nur ausgesehen? Nein, daran konnte sie sich nicht erinnern.

Sie lächelte und war noch ganz versunken in ihre Erinnerungen, ja das waren schöne Tage.

Und dann fiel ihr die Küche von Tante Maria ein. Dort durfte sie alles! Mitten auf dem Tisch sitzen, mit den Händen im Kartoffeltopf, sie mußte Bescheid sagen, wenn genug geschält waren. Tante Maria, die eigentlich nicht ihre Tante war, erlaubte ihr sogar mit Blumenerde in der Küche zu spielen! Ja, sie sah sich  auf dem kleinen Bügelarm sitzen, (der einen rot/weiß karierten Bezug aus einem alten Tuch hatte), mit Teddy und „Tetö“ und…

Ja, darauf hatte sie immer wieder aufbauen können, eine schöne Kindheit hatte sie erleben dürfen.

Sie legte das alte rot/weiß karierte Küchentuch behutsam zusammen und gab es in den Schrank.