GruppenFotos

…gibt es kaum mit mir.

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Da sehe ich Kinder auf der Treppe der grünen BarakenSchule, in der hinteren Reihe stehen zwei, der Mathias, der nun schon lange nicht mehr lebt und ich, einen Kopf größer als die anderen.  Die Haare irgendwie unvorteilhaft, viel zu kurz geschnitten, die Ärmel meiner Jacke auch.

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Was war ich für ein Kind? War ich glücklich? Hab oft das Gefühl gehabt nicht dazu zu gehören, stand immer ein wenig abseits, paßte nicht zu den anderen. Mußte nicht stundenlang Hausaufgaben machen, durfte draußen herum streunern. Mußte nicht in die Kirche… mußte vieles nicht.

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Eis schleckende Kinder, noch immer war ich in der grünen Grundschule, fotografiert bei einem Ausflug. Wo waren wir da nur? Auf einigen Bildern ist auch wieder Mathias neben mir zu sehen, der sich selber tötete als er gerade erwachsen war. Da ist  auch die Mimi, meine Freundin, die noch viel mehr Geschwister hatte als ich.

Namen fehlen mir, so viele Kinder, einige Gesichter wecken Erinnerungen, manche erkenne ich nicht wieder, so lange ists her… wer war  das denn noch?

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Bei Mimi gab es nachmittags Brote, die wurden draußen vor die Haustür gestellt,  ich durfte mir dann auch eins nehmen. Paderborner mit Margarine, manchmal Leberwurst oder Schmalz…. das mochte ich eigentlich nicht, aber manchmal war da auch Zucker drauf gestreut, dann gings.

Das tollste aber war das kleine Holzbrett, vier kleine Rollen unten dran, damit sausten wir über den Garagen Vorplatz, hin und her, dutzende Kinder immer reihum, machten viel Lärm, hatten großen Spaß.

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Bei Mathias gab es eine Haushaltshilfe zu Hause, die war immer da und manchmal bekamen wir etwas Obst von ihr. Seine Mutter war unsere Familien Ärztin, sie kam immer wenn wir sie brauchten, die Praxisräume waren unten im Keller.  Der Vater wohnte in der oberen Etage, der mußte immer Ruhe haben.

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Komisch verkleidet, im Sommerlager mit der Pfarrei im Sauerland… da erkenne ich gar kein Gesicht wieder. Ich kannte sowieso nur ein oder zwei andere Mädchen und die waren zwei/drei Jahre älter. Mit acht oder neun Jahren sind zwei/drei Jahre echt viel, so lief ich zwar bei den „Großen“ mit, war aber eigentlich zu jung, auch wenn die Größe stimmte.

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Ein KlassenGruppenFoto… in einer TropfSteinHöhle. Realschule, vielleicht 6. Klasse? Wir stehen aufgereiht, ich wieder ganz oben. Meine langjährige Freundin Gudrun, aber auch Brigitte und Tille, die Streberinnen… und.. ach, da weiß ich noch so viele Namen.

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Die gleiche Klasse, aber später… Ausflug zur Villa Hügel. Wir sind älter, meinen schon fast erwachsen zu sein… eine lachende Barbara,  Gudrun, Brigitte, Christel und … ja auch ich lache!

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Die Christel war etwas älter als wir anderen, eine Sitzenbleiberin, die hatte an diesem Tag knallblaue gefärbte Schuhe zur weiten Schlaghose an. Die Hosen nähten sich einige Freundinnen selber, saßen hoch und eng auf der Hüfte und wurden ganz weit unten am Bein. Schick fanden wir das.

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Die Mutter von Brigitte hat mal mitten in der Nacht ein Buch, das ich ihre geliehen hatte, bei uns in den Briefkasten gesteckt.. eines von Harald Robbins.. sowas durfte ihre Tochter nicht lesen!

Brigitte hatte eine Jacke, die sie sich aus karierten Geschirrtüchern genäht hatte, ich beneidete sie sehr darum.

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Ich erinnere mich noch an meine erste Lewis, Jahre hat es gedauert bis ich wirklich eine „echte“ bekam. Ich trug sie bis sie ganz hell war… und dann kaufte Brigitte sie mir noch ab.

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Bei Gudrun hab ich manchmal übernachtet, zu mir kam sie aber nie. Später dann blieb ich sitzen  und sie bekam mit 15 ein Kind.

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Noch ein Bild auf einem Schiff, wieder eine Klassenfahrt, ich war nun die „Ältere“ die Sitzenbleiberin… konnte mit den „Kindern“ nicht viel anfangen.. sie waren einfach zu jung und ich viel zu wild. Lange Haare wehen im Wind, verdecken mein halbes Gesicht. Irgendwo bei Trier muß das gewesen sein.

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Eine schwere Zeit für mich die 8. und 9. Klasse, die Schule wollte mich loswerden, da ich auf die anderen Kinder einen schlechten Einfluß hätte, daß ich regelmäßig grün und blau geschlagen im Unterricht saß störte dort niemanden.

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Bilder aus München, Bilder aus Fischbachau.. da kam ich zur Kur hin, ja  die Kasse zahlte das. Sechs Wochen Ruhe, keine Verfolgung, keine Prügel… zwar keine Kneippkur, aber trotzdem saß ich viel im Wirtshaus.

An die anderen Mädels kann ich mich kaum erinnern, wir waren eine wirklich große, bunt gemischte Gruppe, die wenigen Fotos zeigen mich inmitten junger Frauen… ich war die jüngste und tat ihnen leid.

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Mit 16 gings dann ins Internat, eine gute Zeit, da gibt es aber keine GruppenFotos mehr.

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Doch noch ein Bild habe ich gefunden, Jahrzehnte später, der beste aller Ehemänner und ich besuchten einen MalWorkShop.. da stehen wir beide mit Pinsel und Schürze mitten drin.

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die Grauen… und wenn die Zukunft voller Wunder ist

Dieser lange Winter hat an ihren Reserven gezehrt. Die Speicher für gute Laune, Gesundheit und Kreativität sind leer.

Jeden Tag kamen die Grauen und wenn sie gingen  fehlte wieder ein Stückchen von ihr. Sie bemerkte es nicht sofort, aber die Energie Vampire waren überall um sie herum. Je länger der Winter dauerte, desto unverfrorener wurde sie angezapft.

Nachts in ihren Träumen erschien die blaue Frau, die eigentlich eine Göttin ist, sich aber lieber blaue Frau nennt, sie nahm sie bei der Hand und flog mit ihr zum Fenster hinaus. Höher und immer höher bis zu den Gipfeln des Weltenbaumes.

Da in den Wolken machten sie Rast und saßen Nacht für Nacht dort, schauten den Sternen zu und wenn sie erwachte fühlte sie sich erfrischt. Doch immer wieder aufs Neue kamen die Grauen, die Energie Vampire und sie fühlte sich schlechter und schwächer, bis sie meinte, nie mehr aufstehen zu können.

In dieser Nacht kam die blaue Frau und sagte ihr: “ Ich nehme dich nun mit, du bist alt und krank, bist du bereit mir zu folgen?“ Sie konnte nur noch nicken und schon fühlte sie sich empor getragen. Dieses Mal aber ging es noch höher bis zum Schloß über  den Wolken in dem die blaue Frau lebt.

Sie schlief und jedesmal wenn sie erwachte saß die blaue Frau bei ihr und schon schlief sie wieder ein. Doch irgendwann hatte sie ihre Energie und Kraft zurück und konnte aufstehen. Sie erkundete das riesengroße Schloß , alles war zauberhaft und überall gab es neue Wunder zu bestaunen.

Doch schon bald wurde sie immer stiller und mußte zugeben daß  ihr etwas fehlte. Die blaue Frau bemerkte es natürlich und fragte was denn los sei. Ob sie denn nicht glücklich hier oben im Wolkenschloß sei, ob sie denn nicht alles bekäme was sie sich wünsche?

Sie konnte nur nicken und fühlte sich undankbar, aber sie mußte zugeben, das sie nicht glücklich sein konnte.

Da oben im Schloß der blauen Frau gab es kein anderes Leben. Sei fragte: „Warum wachsen hier keine Blumen und wo sind die Bäume ? … und warum leben keine Tiere hier oben bei dir?“

„Weil ich mich um alles Leben sorgen muß, ich bin für die Lebenden da unten zuständig, hab einfach keine Zeit.“

„Warum hast Du mich denn mitgenommen?“

„Weil Du nicht mehr lebst, ich wollte dir nur eine Pause gönnen, bevor ich dich weiterbringe.“

„Wohin? Weiterbringen..?“ sie war zu neugierig  und löcherte die blaue Frau mit Fragen.

„Ich sehe schon, nun gibt es kein Halten mehr, “ sagte die blaue Frau lächelnd. „Du wirst mir keinen Frieden lassen bevor Du nicht alles weißt. Also gut… da du so erschöpft warst konntest du dir nicht mehr deinen Himmel aussuchen und deshalb habe ich dich mitgenommen.“

Sie schaute verwirrt, „…aussuchen?“

„Ganz recht, jeder Mensch kann sich seinen Himmel aussuchen, für den einen ist er so für den anderen ganz anderes, eben so wie der Mensch es sich wünscht. Überlege gut, es gibt nur eine Wahl.“

Sie senkte den Kopf, so viele Fragen… so vieles das sie wissen wollte. „Ob ich vielleicht meine Familie und einige meiner Freunde sehen könnte, die mir schon vorausgegangen sind? Wäre das möglich?“

Die blaue Frau nickte lächelnd, „Natürlich kannst du Besuche machen, aber erst einmal sollst du für dich ganz alleine entscheiden wie du hier sein möchtest.“

„Das ist doch ganz klar, ich möchte all meinen Tieren um mich haben, ich hoffe es geht ihnen allen jetzt gut. Ob sie mich wohl erkennen?“

„Wir können losfliegen, sobald du weißt was du willst.“ sprach sie blaue Frau. „Aha, du hast ja schon ganz genaue Vorstellungen, das erleichtert die Sache, also … los gehts!“

Sie nahm sie an der Hand und schon flogen sie über die verschiedensten Landschaften, sahen große Städte, die aber nichts glichen was sie von der Erde kannte.. sah so viel ungewohntes und unbekanntes, so daß sie oft nur staunen konnte. Weiter und immer weiter flogen sie… die verschiedenen Himmel wurden seltener.. es wurde immer einsamer…

Bis sie endlich in einem Tal landeten. Ein kleiner Fluß kam oben aus den Bergen. plätscherte munter über große Steine und floß in einen glasklaren See. Große, alte Bäume, bunte, üppige Blumenwiesen, die samtige Luft war erfühlt von wunderbaren Düften und… ja, und jetzt setzte ein vielstimmiger Vogelchor ein.

Staunend stand sie da, konnte nur immer wieder schauen, entdeckte schließlich ein kleines, altes, von Efeu überwuchertes, Haus, das beschützt unter einem riesigem Baum stand.

„So hab ich es mir immer vorgestellt,“ sie konnte nicht weitersprechen, denn nun kamen die Tiere . All ihre Lieben die sie im Laufe der vielen Jahren verloren hatte…Hunderte! .. Alle waren sie da, jung,  gesund, voller Lebensfreude und auch von ihr waren die Jahre abgefallen. Vergessen all das Schwere, vergessen die Grauen  und all die unerfreulichen Begebenheiten eines langen Lebens

„Ich laß dich nun alleine. Adieu!“ sagte die blaue Frau.

„Ich hab aber noch so viele Fragen…“ doch die blaue Frau unterbrach sie : “ Stell sie doch den Menschen die schon länger hier sind. Sie haben auf dich gewartet und werden sicher bald vorbeischauen. Bis dahin lerne deinen Himmel erst einmal kennen.“

Sie bedankte sich sehr und machte sich auf ihre eigene neue Welt zu erkunden. Glücklich und voller Lebensfreunde lief sie und rannte laut lachend, begleitet von den Tieren, bis sie ans Ende des Tals kam. Dort war eine hohe, alte Mauer.

Ein kleines Tor das sie vorsichtig aufmachte und dahinter warteten noch viel mehr Tiere, elend, geschunden, und voller Pein. Tränen schoßen ihr in die Augen und sie machte das Tor weit auf: „Kommt! Kommt ALLE!“ rief sie.

Und die Tiere kamen, kaum aber schritten sie über die Schwelle, fielen alle Qualen von ihnen ab und auch sie waren wieder jung und voller Lebenskraft. Es war eine Freude zu sehen wie sie übermütig durch das saftige Gras sprangen. Es kamen nicht nur Hunde und Katzen, nein Ziegen, Esel, Kühe, Pferde, Schweine, auch Hühner und anderes Getier.

„Ja, ich bin wirklich in meinem Himmel!“ dachte sie dankbar.

Alles wofür sie ein Leben lang gekämpft hatte, oft leider vergebens, schien sich hier zu Erfüllen. Eine unendliche Dankbarkeit war in ihr, ein warmes Gefühl der Geborgenheit, ein Glücksgefühl und eine Zuversicht, die sie nie vorher empfunden  hatte.

Später als sie in ihrem kleinen Häuschen bei einer dampfenden Tasse Tee saß, viele ihrer geliebten Tiere um sich herum, konnte sie immer nur wieder nicken und denken:031 „Ich bin wirklich angekommen!“

Neulich unter der Kastanie

Es ist erst wenige Tage her, da saß ich unter der alten Kastanie, ich meine die, die hinten im Garten steht, die ganz alte.

Es gibt da noch die andere Kastanie, die Menschen so verstümmelt haben, daß sie über 10 Jahre nicht mehr blühen konnte und die leider immer hinfälliger wird.

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Meine Gedanken kreisten darum das ich irgendwo gelesen hatte: der Mensch der nicht immer nur versucht glücklich zu sein würde ein besseres Leben führen, denn er sei nicht aufs Glück programmiert. Im Gegenteil, diejenigen die immer aufs „schlimmste“ gefaßt wären würden mit den LebensProblemen besser fertig werden können.

???

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Wie lebte ich eigentlich? War ich glücklich, zufrieden und ganz im hier und jetzt?

So saß ich versunken da …

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…und hatte plötzlich fremde Gedanken in meinem Kopf.  Ja ich weiß schon, es hört sich merkwürdig an, aber anders kann ich es nicht beschreiben.

„Nicht die Jagd nach immer neuen Sensationen sind der Lebenszweck, sondern einfach zu leben und anzunehmen, zu erkennen was wirklich wichtig ist.

Zufrieden zu sein und auch dankbar… und verschließe nicht die Augen vor den Wundern um dich herum! … und vor allen Dingen verhärte niemals dein Herz !  ……“

Fremde Gedanken, die aber ganz vertraut sind… die ein Leuchten und eine Wärme in mir zurück lassen…  Geborgenheit und ein Gefühl von „angekommen sein!“

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Ich wache auf und fühle mich leer und einsam.

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Erst als ich die Hand ausstrecke und den Stamm der Kastanie berühre fühle ich mich getröstet und komplett.

Meine Hand wird warm, ich fühle die Kraft im ganzen Arm, die Wärme durchströmt meinen Körper und ich bin eins mit der Kastanie… bin ganz im JETZT und in der Ewigkeit.

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schreiben?

Das mit dem Schreiben ist so eine Sache…

– manchmal schreiben sich meine Geschichten ganz alleine…Worte reihen sich aneinander, der Text wird sofort online gestellt und fertig

– manchmal möchte ich so viel schreiben und weiß nicht wo beginnen… so verstumme ich und meine Gedanken bleiben ungeschrieben

– manchmal möchte ich nichts schreiben, hab einfach keine Lust, will mich nur mit mir selber unterhalten, nicht mit dem Außen

– manchmal, selten, meiden die Wörter mich, da kann ich sie nicht bezwingen und alles Mühen hilft nichts

– manchmal, so wie jetzt, hätte ich so viel zu sagen, müßte ich schreiben, aber die Wörter bleiben in mir, der Frieden wird bewahrt

– manchmal wundere ich mich über mich und meine Gedanken,  möchte sie gern teilen, doch geize ich mit den Worten

– manchmal, immer öfter, ist es meine Wahrheit, die ungeschrieben in meinem Herzen  bleibt

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152

auf der Bank…

Sie saß alleine auf der Bank, da oben auf dem Berg, schaute ins Land und war guter Dinge. „Wie schön es doch hier oben ist“, dachte sie. „..wie friedlich! Ich liebe es hier zu sitzen.“

Da setzte sich eine Frau neben sie und das war die Traurigkeit, sie sog alle Freude in sich auf, zurück blieb nur graue Melancholie. Die Sonne verdunkelte sich, der Himmel verlor seine blaue Farbe, die Landschaft sah grau/braun und trostlos aus. Kein Vogel erhob sich in die Lüfte und keiner stimmte mehr ein Lied an.

So saß sie nun da auf der Bank, oben auf dem Berg, nicht mehr alleine und war unendlich traurig. Alles schien seinen Sinn verloren zu haben und sie überlegte, warum sie überhaupt hier sei.

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Am nächsten Tag saß sie wieder alleine auf der Bank, oben auf dem Berg, sah auf eine trostlose Landschaft und einen fahlen Himmel. Kein Fünkchen Lebensfreude war mehr in ihr.

Da setzte sich eine Frau zu ihr und das war die Hoffnungslosigkeit, sie sog alles lebendige, alles frohe und schöne in sich auf und zurück blieb ein schwarzer Abgrund.

Sie saß auf der Bank, da oben auf dem Berg, nicht mehr alleine und war überwältigt von Hoffnungslosigkeit und war es so müde, daß sie am liebsten tot sein wollte.

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Sie saß sie ganze Nacht auf der Bank, fror bis ins Innerste, war erstarrt und ohne jede Möglichkeit sich je wieder bewegen zu können. „So soll er denn kommen der Tod, er wird mir ein guter Freund sein!“ dachte sie und schloß die Augen, denn außer einer undurchdringlichen Finsternis sah sie nichts mehr.

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Da setzte sich am nächsten Morgen eine Frau zu ihr und diese war licht und strahlend, sie brachte all die Farben zurück, alles lebendige und auch die Freude, das war die Zuversicht.

Sie saß auf der Bank, ganz oben auf dem Berg, im hellem Sonnenlicht, die Vögel zwitscherten, die Eichhörnchen sprangen von Baum zu Baum, die Blumen auf der Wiese dufteten… und sie war so dankbar.  „Wie ist das Leben doch schön!“ dachte sie voller Freude… und konnte sich gar nicht satt sehen an all den Wundern um sie herum.

„Ich danke Dir Zuversicht, ich danke dir von ganzem Herzen!“ sagte sie, doch als sich umwandte saß sie nur wieder alleine auf der Bank.

10

neben der Spur

In der Runde sollen sich alle kurz vorstellen.

Ich ahne schon , daß wird wieder son Ding, wo alle blöd gucken. Sag ich wies ist, verstehen sies nicht, zum herum Lügen hab ich keine Lust. Unerquicklich!

Zuerst mal den Namen, einige mit Alter,  den Beruf sagen sie auch ALLE… und dann oh Schreck noch „privates“, …verheiratet , soundsoviele Kinder, Hobbys/Interessen und was der Dinge mehr sind… vor allem auch warum genau sie nun heute hier sind… und ICH, was zum Henker soll ich sagen?

Es kommt näher und ich überlege … nix sagen, kann mich ja keiner zwingen, …was lustiges? Ja, am besten was lustiges, die Lacher erst mal auf meiner Seite haben, auch wenn sie dann später doch tuscheln werden.

Meine Güte, ehrlich, wen interessiert das alles? Warum sich hier nackig machen?

Die Frau vor mir ist dran, Mutter von zwei Kindern, na klar, mit Mann… und sie fügt fast verschämt dann noch Hausfrau an… guckt vorsichtig hoch, wie die anderen es aufnehmen. Die gucken weg, ach Gott , nen Hausmütterchen…

So, nun bin icke dran…

Erst mal eine Pause machen, damit sie alle hinhören… Spannung aufbauen… und dann nicht zu laut, eher leise: „Ich heiße Petra, bin schon lange auf dieser Erde, nicht berufstätig im eigentlichen Sinne, hab dafür keine Zeit und auch keine Lust.“ Ich höre sie einatmen, alle zusammen… so ein Subjekt, was will sie hier? “ Ach ja, meine Interessen sind so vielfältig, ich wüßte nicht wo ich da anfangen sollte…“

Alle atmen aus… und wenn fast  20 Leute erst ein-… und dann ausatmen hört es sich wie ein Seufzen an. Ich gucke sie an, sie gucken zurück… keine lächelt, denn ich hab sie mit ihren gewissenhaften Angaben und Aufzählungen vor den Kopf gestoßen.

Ja… doch eine lacht, verstummt aber, als sich alle Köpfe mißbilligend zu ihr umdrehen.

Da sitze ich nun und sehe meine Nachbarin zur linken an, sie ist nun dran… doch es scheint ihr die Sprache verschlagen zu haben.

Tja, ich weiß ich bin immer außen vor.

Es ist eben wies ist.

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…also bin ich!

Hm… ja, ja… schon gut!

Ich geb ja zu,  wer schreibt der ist… und wer fotografiert dokumentiert sein Dasein.

Hmmm…? und nun?

***

Unbegreiflich, wenn Leute nichts zu sagen haben, wenn sie keine Geschichten erzählen wollen/können…? WIE geht denn das?

Ich hab immer was zu reden mit mir und das innere ICH erzählt mir die tollsten Dinge. Wie sollte mein Leben wohl OHNE WORTE aussehen?

***

Unverständlich, wenn Leute nicht ihr Leben, ihre Umgebung ablichten wollen, einfach um zu bewahren was gerade ist. Wie sollte das gehen?

Ich seh so viel und ich möchte das aufbewahren und ich fotografiere fast ALLES! Wie sollte mein Leben wohl OHNE BILDER sein?

***

Unsäglich die Angst all das zu verlieren, wie sollte ich leben OHNE meine Worte und Bilder? Unsäglich die Angst vor dem unwillentlichen Vergeßen.

***

Der Versuch meine Realität/mein Leben zu bewahren, wenn das AltersDunkel mich zu verschlingen droht.

Der Versuch meine jetzt gelebte Vergangenheit ins Morgen mitzunehmen…

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016

 

(dieser Text ist schon vor Wochen geschrieben worden.. und erst heute wußte ich, daß er meine Angst vor  Demenz und Alzheimer beschreibt und ich konnte endlich die Schlußsätze finden )

Vollmond

Heute Nacht war es wieder soweit, Schwester Mond stand voll und wunderbar am Himmel. Sie liebte diese Nächte und fühlte sich immer ganz berauscht.

Lebendig und froh, losgelöst und frei… ja, ihre Begegnungen mit Schwester Mond  waren immer etwas ganz besonders für sie.

Sie schöpfte Kraft und Lebensmut, bekam Gelassenheit und Stärke als Geschenk.

Und als sie heute Nacht im Mondenlicht stand, ganz still und ruhig, da fühlte sie, wie die Erde sich unter ihr drehte. Sie fühlte es so stark, daß sie fast ein bißchen Angst hatte einfach herunter zu fallen.

Sie stellte sich die Erdenkugel vor, mit sich selber im Mondenlicht und immer wenn sie „unten“ war, hatte sie für einen kurzen Moment so ein bitzeln im Bauch, so als würde sie jetzt fallen.

Aber nein, sie stand sicher und fest verankert auf Mutter Erde und sah den vorbeifliegenden Stern mit weit offenen Augen und einem frohen Herzen zu. Hörte SphärenGesänge und erlebte unendlich glückliche Momente.

Ein Erdenkind der Nacht, die sich vor nichts fürchtet.

006

wo gibts denn sowas?

Wie hoch ist das persönliche Glück ?

Was… wie HOCH?

Na, ich meine, wieviel Glück steht jedem Einzelnen zu?

Ich versteh die Frage nicht? Wollen Sie das messen und wenn  ja wie und  womit?

Ja, man müßte Glück abmessen, damit es gerecht zugeht. Sagen wir mal jeder bekommt eine Grundausstattung Glück mit auf seinen Lebensweg.

Grundausstattung? Ich glaub Sie spinnen wohl.

Aber überlegen Sie doch mal, wenn jeder Mensch sagen wir mal 5 Ellen Glück bekäme, zur freien Verfügung…

Also, ich denke Sie sind verrückt. Wer oder was sollte einem das denn wohl geben? …und wo sollte man das aufbewahren?

Ja, da sprechen sie ein wichtiges Thema an, denn man sollte sein Glück nicht aufbewahren, sondern einfach leben, es auch mit anderen teilen.

Teilen?  Ja, Sie sind eindeutig verrückt. Wer würde mir was geben? Wie komme ich also dazu mein Glück zu teilen?

Sehen Sie wir kommen schon ein Stückchen weiter, wir beiden. Jetzt halten Sie es auch für möglich, das man Glück bekommen kann..

Nein, natürlich halte ich das für eine unmögliche Idee…

Passen sie auf, was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen von meinem Glück ein wenig abgeben würde? Vielleicht einen halben Liter? Was würden Sie damit tun?

Hmm…. so spontan fällt mir nichts ein. Ach, Sie wollen mich ja doch nur auf den Arm nehmen und ich bin dann der Dumme!

Aber nein, Sie mißverstehen mich, ich gebe Ihnen gerne, sagen wir mal 45 cm, von meinem Glück.

Das wird ja immer verworrener, ich weiß jetzt, Sie sind wirklich verrückt. Menschen mit solchen Ansichten gehören eingesperrt.

Das ist sehr schade, das Sie das so sehen, ich hätte so gerne mit Ihnen geteilt… aber ich sehe es schon, sie haben Angst.

Ich? … Ich soll Angst haben? Das ist ja wirklich ein Unverschämtheit! Nun hab ich genug gehört, ich werde Sie jetzt verlassen. (Sprachs, drehte sich um und ließ sein gütiges Schicksal mit dem Füllhorn voller Glück links liegen)

001-pola01 (2)

Fehl-Konstruktion

Sie dachte wieder einmal, wie praktisch es doch wäre, wenn man einen großen Haken oben auf Kopf hätte, vielleicht könnte man sich dann selber wieder aus dem Alltagsmist ziehen.

Dringend nötig erschien ihr diese sinnvolle Vorrichtung und gerade heute wünschte sie sich so einen Haken.

Sie sah sich angehängt an einem großen Kran, drückte den Knopf für „HOCH“ , merkte wie sie nach oben gezogen wurde, merkte aber auch, das sie nur schwer aus dem Alltagsmist herauskam.

„So würde es sich in einem Moor anfühlen“, dachte sie, „zäh und besitzergreifend… und was es einmal hatte, wollte es nicht wieder hergeben.“

Alltagsmist hatte die gleichen Eigenschaften, unnachgiebig blieb man drin stecken, da konnte man strampeln soviel mal wollte, höchstens verlor man seine Schuhe dabei und steckte anschließend noch tiefer drin.

Sie überlegte, wie sie sich im wahrsten Sinne des Wortes wieder herausziehen könnte. Das ist gar nicht so leicht, denn wenn man sich erst mal in dem Alltagmist verfangen hatte, war auch gleich der Kopf wie benebelt und blockiert, ihr fielen die einfachsten Dinge nicht mehr ein.

Die Sonne, die sie im Sommer gekitzelt hatte… der Fuchs, der vor ihr über die Straße ging, sich umdrehte und sie freundlich ansah… die wunderbaren Vollmondnächte… der kleine Vogel, der ihr ein Lied trällerte… oder die Momente der Lebensfreude mit ihren Tieren.. oder das Lachen….

„DAS LACHEN? welches Lachen bitte schön?“ sie versuchte sie zu erinnern. Nein, es wollte ihr nicht einfallen wann sie das letzte Mal so richtig von Herzen gelacht hatte.

Es war ihr schon einmal abhanden gekommen und es hatte lange Zeit gedauert, bis sie es wiedergefunden hatte. Das war eine traurige Zeit gewesen, so ohne Lebensfreude und Fröhlichkeit. Sie wußte noch, wie schlecht sie sich damals gefühlt hatte und wie  sehr sie sich danach gesehnt hatte endlich wieder glücklich und unbeschwert lachen zu können.

Ach, wenn sie noch nur auf einen Knopf drücken könnte … und dann ging es aufwärts… nach oben, da wo die Sonne  der Lebendigen scheint, da wo das Lachen wohnt und da wo das Glück und die Zufriedenheit zu Hause sind.

Doch sie saß nur da, konnte den AufwärtsKnopf nicht finden, merkte wie der Alltagsmist sie tiefer und tiefer zog, schon steckte sie bis zu den Schultern drin… schon fiel ihr das Atmen schwerer… die Panik kroch hoch.. und sie verlor alle Hoffnung … dunkler, zäher, übelriechender Alltasgmorast hatte sie fast verschlungen.

*

Da brach sich ein einzelner Sonnenstrahl seine Bahn durch das Grau und erreichte ihr Herz… er brachte Wärme und neue Zuversicht. Kräftigt strampelte sie und kämpfte sich aus dem zähen Dunkelen… und mit jedem Stückchen nach oben wurde sie leichter, ließ allen Ballast hinter sich.

Und ja, sie war selber überrascht, aber bald schon  schwebte sie leicht und unbelastet mit einem glücklichen Lachen empor.

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