…und da draußen… da tobt das Leben?

So saß sie nun auf der Couch, gegenüber vom Fenster, da saß sie nun schon einige Wochen. Nein, besser wir rechnen in Monaten! Die Zeit, ein stetiger Fluß, der draußen vorbei zog, da wo sie nicht mehr mit konnte… da wo sie auch so gerne dabei wäre… wenn da nicht…

Der Sommer war saftig grün vorm Fenster, die Bäume im vollen Laub. Vogelgesang! Die Sonne schien nachmittags herein… und sie saß geblendet auf der Couch. Dachte nach, haderte, träumte wenig, war oft traurig und manchmal, ganz selten, ein kleines bißchen glücklich.

Sie saß auf der Couch und wünschte sich so sehr endlich wieder … verzagte immer mehr, verzweifelte und die hellen Sonnentage erscheinen ihr gar nicht so strahlend. Die Schalusie ließ sie runter um all das schöne, strahlende, lebendige nicht sehen zu müssen.

..und fiel!

..und fiel… und nirgendwo ein Halt!

..und nirgendwo ein sicherer Boden!

Noch immer saß sie auf der Couch, inzwischen färbten sich die Blätter, nur unterbrochen von kurzen Alltäglichkeiten,  eingehüllt in dunkelgraue Watte. Eine tiefe Traurigkeit hielt sie umfangen.

Selbst der Herbst war in diesem Jahr nicht golden, so paßte er gut zu ihrer Seelenlage, trist, hoffnungslos, ohne ein Fünkchen Leichtigkeit.

Sie saß auf der Couch, sah in das wilde Herbstgestöber, hörte dem Wind zu der die nassen, braunen Blätter uns Haus wirbelte, sah Regentropfen  die Scheibe entlang laufen.. und fühlte nichts außer einer großen Leere.

… und WO war sie?

…und WER war sie… früher gewesen?

…wie hatte sie sich nur so verlieren können?

Sie saß auf der Couch, fühlte nur kalte Trauer, hatte sich selbst verloren, hatte kein Ziel mehr, keinen LebensMut.

Die Blätter von den Bäumen vorm Fenster waren inzwischen alle abgefallen, bedeckten als brauner, naßer Teppich die Erde, kein grün mehr, keine Vogelstimmen, es war Winter geworden.

Sie aber saß noch immer auf der Couch, schaute blicklos ins grau, aber langsam wurde ihr klar, daß nur sie den Kokon aus Starre, Mutlosigkeit, Schmerzen, Angst und Wut aufbrechen könnte.

Das allerdings würde ein langer Weg, nicht so einfach den versteinerten Panzer zu sprengen, den Kopf wieder frei zu bekommen  von all dem dunklen Gewölk, Schmerzen, immer noch… aber da.. ein Fünkchen Zuversicht?

..und sie versuchte…

… versuchte zu lächeln..

… wollte wieder einmal herzlich lachen!

Die Weihnachtszeit nahte, sie saß auf der Couch, dunkel wars draußen nun jeden Tag, die Nächte lang, aber in der Wohnstube, da brannten die Kerzen, da war es warm und gemütlich.

Zaghaft kam Vorfreude auf, erwärmte sie von innen und sie schüttelte die Erstarrung ab. Schmückte das Zimmer und fand ihre staunenden Kinderaugen wieder. Wußte auf einmal, das es Wunder gab, das sie wahr werden könnten… fühlte das Leben wieder … und zwar aufregend und wunderbar tief drinnen in ihr selbst.

Sie saß auf der Couch, übte das Lachen, versuchte sich an die Leichtigkeit des Lebens zu erinnern, kramt nach schönen Erinnerungen… war endlich wieder auf dem Weg.

Der Tag kam, an dem sie einfach aufstand und wieder in ihr Leben zurück ging.

 

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..und was ist mit der Challenge?

Ja, was ist damit?

Es mangelte nicht an guten Vorsätzen, aber es wollte einfach nichts geschrieben werden.

Dafür innen drin mit mir selber viel gesprochen.. nur eben nichts aufgeschrieben, denn Gedanken sind schnell und sprunghaft, da komme ich mit dem Schreiben nicht nach.

So horte ich Wörter und Sätze, Geschichten und Gedanken, so viel Buntes und Fröhliches, doch auch Schmerz und Angst, liebenswertes und spannendes, Wünsche und Hoffnungen… möchte nicht ein Quäntchen davon hergeben.

Ich bin nicht gut darin mich selber unter Druck zu setzten, so laß ich sie einfach laufen meine Gedanken… ich muß mir nichts beweisen.

Nicht mehr.

 

006-2

GruppenFotos

…gibt es kaum mit mir.

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Da sehe ich Kinder auf der Treppe der grünen BarakenSchule, in der hinteren Reihe stehen zwei, der Mathias, der nun schon lange nicht mehr lebt und ich, einen Kopf größer als die anderen.  Die Haare irgendwie unvorteilhaft, viel zu kurz geschnitten, die Ärmel meiner Jacke auch.

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Was war ich für ein Kind? War ich glücklich? Hab oft das Gefühl gehabt nicht dazu zu gehören, stand immer ein wenig abseits, paßte nicht zu den anderen. Mußte nicht stundenlang Hausaufgaben machen, durfte draußen herum streunern. Mußte nicht in die Kirche… mußte vieles nicht.

+

Eis schleckende Kinder, noch immer war ich in der grünen Grundschule, fotografiert bei einem Ausflug. Wo waren wir da nur? Auf einigen Bildern ist auch wieder Mathias neben mir zu sehen, der sich selber tötete als er gerade erwachsen war. Da ist  auch die Mimi, meine Freundin, die noch viel mehr Geschwister hatte als ich.

Namen fehlen mir, so viele Kinder, einige Gesichter wecken Erinnerungen, manche erkenne ich nicht wieder, so lange ists her… wer war  das denn noch?

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Bei Mimi gab es nachmittags Brote, die wurden draußen vor die Haustür gestellt,  ich durfte mir dann auch eins nehmen. Paderborner mit Margarine, manchmal Leberwurst oder Schmalz…. das mochte ich eigentlich nicht, aber manchmal war da auch Zucker drauf gestreut, dann gings.

Das tollste aber war das kleine Holzbrett, vier kleine Rollen unten dran, damit sausten wir über den Garagen Vorplatz, hin und her, dutzende Kinder immer reihum, machten viel Lärm, hatten großen Spaß.

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Bei Mathias gab es eine Haushaltshilfe zu Hause, die war immer da und manchmal bekamen wir etwas Obst von ihr. Seine Mutter war unsere Familien Ärztin, sie kam immer wenn wir sie brauchten, die Praxisräume waren unten im Keller.  Der Vater wohnte in der oberen Etage, der mußte immer Ruhe haben.

+

Komisch verkleidet, im Sommerlager mit der Pfarrei im Sauerland… da erkenne ich gar kein Gesicht wieder. Ich kannte sowieso nur ein oder zwei andere Mädchen und die waren zwei/drei Jahre älter. Mit acht oder neun Jahren sind zwei/drei Jahre echt viel, so lief ich zwar bei den „Großen“ mit, war aber eigentlich zu jung, auch wenn die Größe stimmte.

+

Ein KlassenGruppenFoto… in einer TropfSteinHöhle. Realschule, vielleicht 6. Klasse? Wir stehen aufgereiht, ich wieder ganz oben. Meine langjährige Freundin Gudrun, aber auch Brigitte und Tille, die Streberinnen… und.. ach, da weiß ich noch so viele Namen.

+

Die gleiche Klasse, aber später… Ausflug zur Villa Hügel. Wir sind älter, meinen schon fast erwachsen zu sein… eine lachende Barbara,  Gudrun, Brigitte, Christel und … ja auch ich lache!

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Die Christel war etwas älter als wir anderen, eine Sitzenbleiberin, die hatte an diesem Tag knallblaue gefärbte Schuhe zur weiten Schlaghose an. Die Hosen nähten sich einige Freundinnen selber, saßen hoch und eng auf der Hüfte und wurden ganz weit unten am Bein. Schick fanden wir das.

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Die Mutter von Brigitte hat mal mitten in der Nacht ein Buch, das ich ihre geliehen hatte, bei uns in den Briefkasten gesteckt.. eines von Harald Robbins.. sowas durfte ihre Tochter nicht lesen!

Brigitte hatte eine Jacke, die sie sich aus karierten Geschirrtüchern genäht hatte, ich beneidete sie sehr darum.

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Ich erinnere mich noch an meine erste Lewis, Jahre hat es gedauert bis ich wirklich eine „echte“ bekam. Ich trug sie bis sie ganz hell war… und dann kaufte Brigitte sie mir noch ab.

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Bei Gudrun hab ich manchmal übernachtet, zu mir kam sie aber nie. Später dann blieb ich sitzen  und sie bekam mit 15 ein Kind.

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Noch ein Bild auf einem Schiff, wieder eine Klassenfahrt, ich war nun die „Ältere“ die Sitzenbleiberin… konnte mit den „Kindern“ nicht viel anfangen.. sie waren einfach zu jung und ich viel zu wild. Lange Haare wehen im Wind, verdecken mein halbes Gesicht. Irgendwo bei Trier muß das gewesen sein.

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Eine schwere Zeit für mich die 8. und 9. Klasse, die Schule wollte mich loswerden, da ich auf die anderen Kinder einen schlechten Einfluß hätte, daß ich regelmäßig grün und blau geschlagen im Unterricht saß störte dort niemanden.

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Bilder aus München, Bilder aus Fischbachau.. da kam ich zur Kur hin, ja  die Kasse zahlte das. Sechs Wochen Ruhe, keine Verfolgung, keine Prügel… zwar keine Kneippkur, aber trotzdem saß ich viel im Wirtshaus.

An die anderen Mädels kann ich mich kaum erinnern, wir waren eine wirklich große, bunt gemischte Gruppe, die wenigen Fotos zeigen mich inmitten junger Frauen… ich war die jüngste und tat ihnen leid.

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Mit 16 gings dann ins Internat, eine gute Zeit, da gibt es aber keine GruppenFotos mehr.

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Doch noch ein Bild habe ich gefunden, Jahrzehnte später, der beste aller Ehemänner und ich besuchten einen MalWorkShop.. da stehen wir beide mit Pinsel und Schürze mitten drin.

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die Kunst der ersten Schritte

Stolpern, hinfallen, erneut versuchen… wieder aufrichten und weiter gehts!

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Eigentlich müßte man nichts mehr schreiben, denn so geht es nun das ganze Leben weiter. Die Kunst ist eben immer wieder aufzustehen, immer wieder einen ersten neuen Schritt zu tun. Hoffen wir mal, er geht in die richtige Richtung. Hoffen wir mal, wir bewegen uns überhaupt.

Der schwerste Schritt ist immer der ERSTE! Man überlegt und zaudert und zögert und oft traut man sich nicht. Einfach einen anderen Menschen ansprechen? Einfach das  zu sagen was man wirklich denkt? Einfach tun und lassen was man möchte? Einfach Entscheidungen treffen und damit den Rest seines Lebens glücklich sein? Einfach nur auf sich selber vertrauen? Einfach…?

Es gibt so viele erste Schritte im Leben … die man nie macht … und in stillen Momenten denkt man wehmütig: „Warum bloß nicht?“  Doch erste Schritte lassen sich nicht nachholen, nur einen kleinen Augenblick kann man sie tun… wenn man den versäumt ist diese Chance vorbei.

Manch einer hat es schwer zu entschieden welcher erste Schritt nun der richtige ist … so viele Möglichkeiten liegen vor ihm.

Andere sehen ihre Bestimmung nicht, verharren und versäumen so ihr Leben.

Allen ersten Schritten gemeinsam ist, man muß sie tun!

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Und mein erster Schritt war diese Gedanken aufzuschreiben und nun denke ich über einen anderen ersten Schritt nach… und wer weiß vielleicht wird das der aller-beste-aller-tollste-erste-Schritt überhaupt in meinem Leben?

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Alles ist möglich… geh!

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Heimat-Gedanken

Heimat ist da wo das Gras grüner, die Wälder geheimnisvoller, das Licht goldener … und das Leben lebenswerter ist.

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Und plötzlich ist es „meine“ Heimat, ein  Gefühl des verwurzelt seins ist entstanden.

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Einige Wege in  den Wäldern… Bäume und Kraftorte…  die Aussicht vom Berg…  ja, auch die alten Gebäude die ich manchmal besuche… der weite Blick über die Felder… die ziehenden Vögel…

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Heimat ist aber auch das Licht der Sonnenaufgänge… die Nebel die schwer auf der Landschaft liegen… der Wind der an den Fensterläden rüttelt…  die fallenden Blätter im Herbst…

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Im Mondlicht stehen und die Seele fliegen lassen… warten auf Sternschnuppen … den ersten Frost…

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Ein gutes Gefühl angekommen zu sein… zufrieden sich auf morgen freuen… und übermorgen…

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Heimat hat nichts mit anderen Menschen zu tun… Heimat ist innen drin, wenn ich in mir verwurzelt bin… hat was mit annehmen und akzeptieren zu tun.. hat mit mir zu tun…

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Ist ein Stück Freiheit… ist das Ende der Suche… ist die letzte Haltestelle im meinem Leben… irgendwann der letzte Sonnenuntergang…  der kommende Neumond… der Ruf des Käuzchens der mich leiten wird…

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022

 

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die Grauen… und wenn die Zukunft voller Wunder ist

Dieser lange Winter hat an ihren Reserven gezehrt. Die Speicher für gute Laune, Gesundheit und Kreativität sind leer.

Jeden Tag kamen die Grauen und wenn sie gingen  fehlte wieder ein Stückchen von ihr. Sie bemerkte es nicht sofort, aber die Energie Vampire waren überall um sie herum. Je länger der Winter dauerte, desto unverfrorener wurde sie angezapft.

Nachts in ihren Träumen erschien die blaue Frau, die eigentlich eine Göttin ist, sich aber lieber blaue Frau nennt, sie nahm sie bei der Hand und flog mit ihr zum Fenster hinaus. Höher und immer höher bis zu den Gipfeln des Weltenbaumes.

Da in den Wolken machten sie Rast und saßen Nacht für Nacht dort, schauten den Sternen zu und wenn sie erwachte fühlte sie sich erfrischt. Doch immer wieder aufs Neue kamen die Grauen, die Energie Vampire und sie fühlte sich schlechter und schwächer, bis sie meinte, nie mehr aufstehen zu können.

In dieser Nacht kam die blaue Frau und sagte ihr: “ Ich nehme dich nun mit, du bist alt und krank, bist du bereit mir zu folgen?“ Sie konnte nur noch nicken und schon fühlte sie sich empor getragen. Dieses Mal aber ging es noch höher bis zum Schloß über  den Wolken in dem die blaue Frau lebt.

Sie schlief und jedesmal wenn sie erwachte saß die blaue Frau bei ihr und schon schlief sie wieder ein. Doch irgendwann hatte sie ihre Energie und Kraft zurück und konnte aufstehen. Sie erkundete das riesengroße Schloß , alles war zauberhaft und überall gab es neue Wunder zu bestaunen.

Doch schon bald wurde sie immer stiller und mußte zugeben daß  ihr etwas fehlte. Die blaue Frau bemerkte es natürlich und fragte was denn los sei. Ob sie denn nicht glücklich hier oben im Wolkenschloß sei, ob sie denn nicht alles bekäme was sie sich wünsche?

Sie konnte nur nicken und fühlte sich undankbar, aber sie mußte zugeben, das sie nicht glücklich sein konnte.

Da oben im Schloß der blauen Frau gab es kein anderes Leben. Sei fragte: „Warum wachsen hier keine Blumen und wo sind die Bäume ? … und warum leben keine Tiere hier oben bei dir?“

„Weil ich mich um alles Leben sorgen muß, ich bin für die Lebenden da unten zuständig, hab einfach keine Zeit.“

„Warum hast Du mich denn mitgenommen?“

„Weil Du nicht mehr lebst, ich wollte dir nur eine Pause gönnen, bevor ich dich weiterbringe.“

„Wohin? Weiterbringen..?“ sie war zu neugierig  und löcherte die blaue Frau mit Fragen.

„Ich sehe schon, nun gibt es kein Halten mehr, “ sagte die blaue Frau lächelnd. „Du wirst mir keinen Frieden lassen bevor Du nicht alles weißt. Also gut… da du so erschöpft warst konntest du dir nicht mehr deinen Himmel aussuchen und deshalb habe ich dich mitgenommen.“

Sie schaute verwirrt, „…aussuchen?“

„Ganz recht, jeder Mensch kann sich seinen Himmel aussuchen, für den einen ist er so für den anderen ganz anderes, eben so wie der Mensch es sich wünscht. Überlege gut, es gibt nur eine Wahl.“

Sie senkte den Kopf, so viele Fragen… so vieles das sie wissen wollte. „Ob ich vielleicht meine Familie und einige meiner Freunde sehen könnte, die mir schon vorausgegangen sind? Wäre das möglich?“

Die blaue Frau nickte lächelnd, „Natürlich kannst du Besuche machen, aber erst einmal sollst du für dich ganz alleine entscheiden wie du hier sein möchtest.“

„Das ist doch ganz klar, ich möchte all meinen Tieren um mich haben, ich hoffe es geht ihnen allen jetzt gut. Ob sie mich wohl erkennen?“

„Wir können losfliegen, sobald du weißt was du willst.“ sprach sie blaue Frau. „Aha, du hast ja schon ganz genaue Vorstellungen, das erleichtert die Sache, also … los gehts!“

Sie nahm sie an der Hand und schon flogen sie über die verschiedensten Landschaften, sahen große Städte, die aber nichts glichen was sie von der Erde kannte.. sah so viel ungewohntes und unbekanntes, so daß sie oft nur staunen konnte. Weiter und immer weiter flogen sie… die verschiedenen Himmel wurden seltener.. es wurde immer einsamer…

Bis sie endlich in einem Tal landeten. Ein kleiner Fluß kam oben aus den Bergen. plätscherte munter über große Steine und floß in einen glasklaren See. Große, alte Bäume, bunte, üppige Blumenwiesen, die samtige Luft war erfühlt von wunderbaren Düften und… ja, und jetzt setzte ein vielstimmiger Vogelchor ein.

Staunend stand sie da, konnte nur immer wieder schauen, entdeckte schließlich ein kleines, altes, von Efeu überwuchertes, Haus, das beschützt unter einem riesigem Baum stand.

„So hab ich es mir immer vorgestellt,“ sie konnte nicht weitersprechen, denn nun kamen die Tiere . All ihre Lieben die sie im Laufe der vielen Jahren verloren hatte…Hunderte! .. Alle waren sie da, jung,  gesund, voller Lebensfreude und auch von ihr waren die Jahre abgefallen. Vergessen all das Schwere, vergessen die Grauen  und all die unerfreulichen Begebenheiten eines langen Lebens

„Ich laß dich nun alleine. Adieu!“ sagte die blaue Frau.

„Ich hab aber noch so viele Fragen…“ doch die blaue Frau unterbrach sie : “ Stell sie doch den Menschen die schon länger hier sind. Sie haben auf dich gewartet und werden sicher bald vorbeischauen. Bis dahin lerne deinen Himmel erst einmal kennen.“

Sie bedankte sich sehr und machte sich auf ihre eigene neue Welt zu erkunden. Glücklich und voller Lebensfreunde lief sie und rannte laut lachend, begleitet von den Tieren, bis sie ans Ende des Tals kam. Dort war eine hohe, alte Mauer.

Ein kleines Tor das sie vorsichtig aufmachte und dahinter warteten noch viel mehr Tiere, elend, geschunden, und voller Pein. Tränen schoßen ihr in die Augen und sie machte das Tor weit auf: „Kommt! Kommt ALLE!“ rief sie.

Und die Tiere kamen, kaum aber schritten sie über die Schwelle, fielen alle Qualen von ihnen ab und auch sie waren wieder jung und voller Lebenskraft. Es war eine Freude zu sehen wie sie übermütig durch das saftige Gras sprangen. Es kamen nicht nur Hunde und Katzen, nein Ziegen, Esel, Kühe, Pferde, Schweine, auch Hühner und anderes Getier.

„Ja, ich bin wirklich in meinem Himmel!“ dachte sie dankbar.

Alles wofür sie ein Leben lang gekämpft hatte, oft leider vergebens, schien sich hier zu Erfüllen. Eine unendliche Dankbarkeit war in ihr, ein warmes Gefühl der Geborgenheit, ein Glücksgefühl und eine Zuversicht, die sie nie vorher empfunden  hatte.

Später als sie in ihrem kleinen Häuschen bei einer dampfenden Tasse Tee saß, viele ihrer geliebten Tiere um sich herum, konnte sie immer nur wieder nicken und denken:031 „Ich bin wirklich angekommen!“

Neulich unter der Kastanie

Es ist erst wenige Tage her, da saß ich unter der alten Kastanie, ich meine die, die hinten im Garten steht, die ganz alte.

Es gibt da noch die andere Kastanie, die Menschen so verstümmelt haben, daß sie über 10 Jahre nicht mehr blühen konnte und die leider immer hinfälliger wird.

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Meine Gedanken kreisten darum das ich irgendwo gelesen hatte: der Mensch der nicht immer nur versucht glücklich zu sein würde ein besseres Leben führen, denn er sei nicht aufs Glück programmiert. Im Gegenteil, diejenigen die immer aufs „schlimmste“ gefaßt wären würden mit den LebensProblemen besser fertig werden können.

???

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Wie lebte ich eigentlich? War ich glücklich, zufrieden und ganz im hier und jetzt?

So saß ich versunken da …

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…und hatte plötzlich fremde Gedanken in meinem Kopf.  Ja ich weiß schon, es hört sich merkwürdig an, aber anders kann ich es nicht beschreiben.

„Nicht die Jagd nach immer neuen Sensationen sind der Lebenszweck, sondern einfach zu leben und anzunehmen, zu erkennen was wirklich wichtig ist.

Zufrieden zu sein und auch dankbar… und verschließe nicht die Augen vor den Wundern um dich herum! … und vor allen Dingen verhärte niemals dein Herz !  ……“

Fremde Gedanken, die aber ganz vertraut sind… die ein Leuchten und eine Wärme in mir zurück lassen…  Geborgenheit und ein Gefühl von „angekommen sein!“

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Ich wache auf und fühle mich leer und einsam.

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Erst als ich die Hand ausstrecke und den Stamm der Kastanie berühre fühle ich mich getröstet und komplett.

Meine Hand wird warm, ich fühle die Kraft im ganzen Arm, die Wärme durchströmt meinen Körper und ich bin eins mit der Kastanie… bin ganz im JETZT und in der Ewigkeit.

.

0102

.

schreiben?

Das mit dem Schreiben ist so eine Sache…

– manchmal schreiben sich meine Geschichten ganz alleine…Worte reihen sich aneinander, der Text wird sofort online gestellt und fertig

– manchmal möchte ich so viel schreiben und weiß nicht wo beginnen… so verstumme ich und meine Gedanken bleiben ungeschrieben

– manchmal möchte ich nichts schreiben, hab einfach keine Lust, will mich nur mit mir selber unterhalten, nicht mit dem Außen

– manchmal, selten, meiden die Wörter mich, da kann ich sie nicht bezwingen und alles Mühen hilft nichts

– manchmal, so wie jetzt, hätte ich so viel zu sagen, müßte ich schreiben, aber die Wörter bleiben in mir, der Frieden wird bewahrt

– manchmal wundere ich mich über mich und meine Gedanken,  möchte sie gern teilen, doch geize ich mit den Worten

– manchmal, immer öfter, ist es meine Wahrheit, die ungeschrieben in meinem Herzen  bleibt

*

152

und nun?

*

Nacht

der Wind heult ums Haus

draußen versinkt alles im Schnee

*

Drinnen

am warmen Ofen

das Herz übervoll, ohne Worte

*

Zukunft

immer das was man daraus macht

aber wohin geh ich?

*

019

Das GRAUEN hat einen Namen!

… und seit vorhin weiß ich wie es heißt:

“E Mail Benachrichtigungen”

*

Ich habe seit Dienstag nachmittag bis heute, (Freitag nachmittag), mehr als 

1000 Mails bekommen.

DAS ist eindeutig nicht mehr normal und DAS ist mit Sicherheit viel zu viel!

Bis auf ganz wenige Ausnahmen waren das nur Mails die mit Blogs zu hatten, neue Beiträge, LIKES, einige Kommentare…

Nein, es tut mir leid, ich hab sie gelöscht, ich konnte das einfach nicht mehr schaffen.

*

pause

*

Lange hab ich nun überlegt, wie ich da wieder raus kommen kann, ich hab nur die eine Lösung, ich mache eine PAUSE! Ich werde weiter meine Beiträge schreiben und meine Bilder zeigen, aber ich kann einfach nicht mehr leisten!

Ich hatte ja nun eine kleine Zwangspause und habe erst jetzt wieder gemerkt, daß ich gar keine Zeit mehr für andere Dinge habe… und das möchte ich in den nächsten Wochen ändern.

Ich stelle erst mal alle Benachrichtigungen  auf “stumm”… und werde später sehen wie es damit weiter geht.

Noch lasse ich die Kommentare bei mir offen, da werde ich auch immer gerne antworten… und werde sehen wie das klappt.

Ich hoffe auf Euer Verständnis und würde mich wirklich freuen, wenn Ihr mir auch weiterhin gewogen bleibt. Hab allerdings schon jetzt gemerkt, wenn ich selber nicht aktiv bin, läßt die Aufmerksamkeit nach.

Das kann ich gut verstehen und ich akzeptiere das natürlich.

*

Bis bald… (wann weiß ich noch nicht genau)…

                                        wünsche Ich Euch ALLEN alles Liebe! Petra

***