Vollmond

Heute Nacht war es wieder soweit, Schwester Mond stand voll und wunderbar am Himmel. Sie liebte diese Nächte und fühlte sich immer ganz berauscht.

Lebendig und froh, losgelöst und frei… ja, ihre Begegnungen mit Schwester Mond  waren immer etwas ganz besonders für sie.

Sie schöpfte Kraft und Lebensmut, bekam Gelassenheit und Stärke als Geschenk.

Und als sie heute Nacht im Mondenlicht stand, ganz still und ruhig, da fühlte sie, wie die Erde sich unter ihr drehte. Sie fühlte es so stark, daß sie fast ein bißchen Angst hatte einfach herunter zu fallen.

Sie stellte sich die Erdenkugel vor, mit sich selber im Mondenlicht und immer wenn sie „unten“ war, hatte sie für einen kurzen Moment so ein bitzeln im Bauch, so als würde sie jetzt fallen.

Aber nein, sie stand sicher und fest verankert auf Mutter Erde und sah den vorbeifliegenden Stern mit weit offenen Augen und einem frohen Herzen zu. Hörte SphärenGesänge und erlebte unendlich glückliche Momente.

Ein Erdenkind der Nacht, die sich vor nichts fürchtet.

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der große Bär

Wenn sie in der Küchentüre steht und das Licht nach draußen fällt, erscheint ihr alles, was nicht in diesem Lichtkreis ist, fremd und bedrohlich. Guckt sie abends aus den Fenstern der warmen Stube, dann sieht sie vor  eine dunkle Wand. Nur ein kleiner Radius vor den Fenstern wird erhellt, dahinter nichts als Schwärze, angsteinflössend, die sie zu verschlingen droht.

Doch wenn sie Nachts mit dem Radel ihre Touren fährt, ist sie ein Teil der Nacht. Kennt jedes Geräusch, hat geschärfte Sinne und fühlt sich frei. Sie fühlt sich umarmt von der Dunkelheit und jedesmal wieder willkommen geheißen, denn sie sind verwandte Seelen.

Im Sternenlicht zieht sie ihre Runden und wartet auf Schwester Mond, in deren Mondenglanz sie sich erneuern und wiederfinden kann. Klarheit, Frieden und Kraft bekommt sie als Geschenk und hat  stets treue Begleitung zur Seite.

Die Winde, die sie umschmeicheln, sie foppen, an ihrer Kleidung zerren und gegen die sie jede Wettfahrt verliert. Sie fühlt sich so lebendig und so voller Kraft in diesen Momenten,

Der große Bär, der vom Himmel steigt, nur um neben ihr her zu traben. Ohne Worte versteht sie ihn  und er erklärt ihr den Zeitenlauf. Erzählt von den Sternen und den Jahrhunderten, läßt sie teilhaben an seiner großen Bärenseele, die so unendlich und voller Liebe ist.

Später, wenn Bruder Sonne am Himmel aufgeht, macht sie sich auf den Heimweg, der Bär ist wieder oben am Firmament, die Winde begleiten sie noch manchmal  und sie ist erfüllt von tiefer Dankbarkeit und voller Lebensfreude.

Gewappnet und gestärkt um  einen weiteren Tag zu leben.

SchneeInsel

Ich liebe das Gefühl abgeschlossen und ganz für mich zu sein. Da kommt es mir sehr entgegen, wenn es schneit.

Der Himmel heute ist grau und gar nicht weit, nur wir und unser Haus sind noch da. Alles andere, Menschen, Häuser, Probleme sind hinter einem weißen, stöberndem Vorhang verborgen.

Wir leben in einer verzauberten, weißen Welt, aber ohne eine böse Schneekönigin…

Komme gerade von  einem Rundgang wieder, die Vögel warteten auf ihr Futter. Sie saßen in den Ästen und kamen schon, noch eh ich wieder weg war. Jetzt ist eine harte Zeit für sie, alles ist gefroren und vieles unterm Schnee verborgen.

Die alten Hunde werden für kurze Momente wieder jung, freuen sich über das weiche Weiß und liegen doch jetzt wieder auf warmen Decken. Noch vor einigen Jahren bekam man sie kaum wieder ins Haus wenn Schnee lag, sie tobten und waren voll ausgelassener Lebensfreude. Da waren sie ja auch noch zu viert…

Ich stehe im Hof und gucke nach oben ins Geriesel, atme die SchneeLuft und schmecke SchneeFlocken, doch leider sind sie nun auch auf der Brille, also absetzen und erst mal putzen.

Die Nachbarhöfe ahne ich nur, höre einen Hund zur rechten bellen und zur linken Seite wiehert ein Pferd. Auf der Straße vorm Haus fahren die Autos  langsam  und es klingt naß und matschig. Nur ganz schwach und gedämpft kommen die Geräusche an. Ich denke so könnte man sich auf einer Insel aus Schnee fühlen… losgelöst…  allein… die Zeit steht still.

Ein wirklich angenehmes Gefühl, ich fühle mich sicher und geborgen.

Einen Arm voller Holz nehme ich für den Ofen mit und gehe wieder rein. Wohlige Wärme empfängt mich in der Wohnstube und eine Tasse Tee wartet auch schon… was könnte ich mehr wollen?

Vor dem Fenster das Treiben der vielen Vögel, die ihr Futter holen, da sind jetzt auch unsere beiden Hühner zu sehen. Im TV wie immer um die MittagsZeit läuft bbc 1.

Die Katzen haben es sich gemütlich gemacht,  auf weichen Decken und Kissen, sie lieben die Ofenwärme. Nur Miss Brownie ist unruhig und ich denke:  „…sie wird rollig, da muß ich unbedingt bald einen Termin zur Kastration für sie ausmachen.“

Ja, ich liebe es wenn es schneit, zumindest solange ich nicht irgendwo hin fahren muß… solange ich auf meiner SchneeInsel bleiben kann ist alles gut.

meine Nächte…

Tja, nix aufregendes, oder gar schlüpfriges… wer das sucht ist hier fehl am Platze.

Was ich bieten kann sind nächtliche Fahrten, viele gedachte Gedanken, Geschichten, die ich mir erzähle und wundersame Mondnächte. Zu anderen Jahrezeiten erlebe ich ganz herrliche Sonnenaufgänge… und immer die Stille, die ich so sehr liebe.

Die Nächte, sind meine Zuflucht, da komme ich zur Ruhe, bin eins mit der Natur, bin mit mir alleine, aber niemals einsam.  Treffe höchstens die Katzen in den Straßen, sehe kaum mal einen Menschen, bin Teil der Nacht und lebe mit ihr.

Lebe wieder auf, liebe die hellen Nächte, wenn Schwester Mond mir den Weg und den Geist erleuchtet. Oder wenn dann Bruder Sonne langsam empor steigt und neue Lebenskraft in die Welt bringt.

Für mich sind das Wunder die ich erleben darf und von denen ich ein Teil bin…

 

 

 

 

oh…

Heute nun ist der Tag, an dem ich eine echt gute Geschichte geschrieben habe, so denke ich zumindest..

Und heute ist auch der Tag, wo ich diese wunderbare Geschichte verloren habe.. einfach so… weg. Dabei weiß ich nicht mal genau wie, nur das sie weg ist… das ist sicher.

NEIN abgespeichert war sie noch nicht, das wollte ich ja gerade machen.

Hätte ich auch nur etwas Ahnung, hätte ich sie vielleicht irgendwie wiederfinden können? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur eins, ich kann sie nicht noch mal so erzählen.

Ja, bin schon etwas geknickt, erst richtig angepißt und nun bin ich nur noch etwas traurig… weil gerade diese Geschichte mir viel bedeutet hat.

Ich hab sie mir heute Nacht da draußen erzählt und schrieb sie in einem Rutsch später auf, so wie immer…

Ungefähr ja, aber genauso, so wie sie sein sollte bekomme ich das nie wieder hin…

Vielleicht erzähle ich mir wieder eine Geschichte .. und die kann ich dann festhalten?

 

 

Holunderblüte

Manchmal wünscht ich mir, das ich eine Holunderblüte wäre…

Es ist mühsam und auch anstrengend immer und immer wieder die gleichen Fragen zu hören und immer und immer wieder die gleichen Antworten zu geben.

Warum ändern sich die Menschen nicht? Allen sind doch die gleichen Informationen zugänglich.

Warum nur bricht mir das Herz, während dessen woanders rücksichtslos drauflos gelebt wird?

Wie kann es sein, das mir so mancher Tag zur Qual wird, weil so vieles mich einfach niederdrückt und andere Menschen nicht mal verstehen warum ich so traurig bin?

Auch kostet es mich viel Kraft, mich immer wieder von neuem all den Ungerechtigkeiten und den Grausamkeiten um mich herum zu stellen… und am schlimmsten trifft mich die erschütternde Gleichgültigkeit.

Ja, ich weiß ich fühle mehr, ich sehe mehr und ich höre mehr… aber sind denn alle anderen um mich herum wirklich nicht in der Lage Unrecht zu erkennen, Scham ob ihres Tuns zu empfinden, Mitleid zu haben? Haben sie keine Augen die Not zu sehen, keine Ohren die Schreie zu hören, kein mitfühlendes Herz, keinen wachen Geist?

Ich wäre sehr gerne eine Holunderblüte, so zart, weiß und duftend, die einfach nur ihr Blütengesicht zur Sonne dreht, die sich vom Wind wiegen läßt und die Nachts mit den Mondenstrahlen tanzt.

Nun ist sie schon lange verblüht, die hat ihr BlütenLeben gelebt und hat ihren Frieden.

Sommer Freuden

(mein Beitrag zu der Aktion    >>> „Sommer Freunden„)

Als Kind, als die Sommer noch echt lang waren, da war jeder Tag voller Freuden.
…oder zumindestens meistens.

Eine der schönsten Sommer Freuden, (als ganz kleines Kind), war das riesige Gebüsch, bei Oma und Opa, Flieder, Holunderbeeren und Knallerbsen, tief innen drinnen war mein Geheimversteck. Dort spielte ich sehr gerne. Der Geruch ist mir unvergessen, besonders wenn die Sonne schien stand die Luft still und die Staubpartikel tanzten in den einfallenden Sonnenstrahlen. Ansonsten herrschte dort ein grünes Dämmerlicht, so gemütlich und ein bißchen unheimlich. Der modrige, warme, staubige, nach Holunder riechende Geruch ist mir unvergessen.

Sommer Freuden waren auch die Urlaube am Meer.
Die Wellen, der Strand, was will man mehr als Kind? Auch da habe ich ganz spezielle Erinnerungen an den Geschmack der Luft, frisch, salzig und so ein wenig nach totem Fisch. Ich spüre den Sand noch zwischen den Zehen, den Wind im Gesicht und auch die Wellen, in die ich eintauchte.

Allgegenwärtige Sommer Freuden waren für mich als Kind: draußen zu sein, mit dem Rad zu fahren, herum zu stromern, (natürlich oft da wo man es nicht durfte!), mit den anderen Kindern zu spielen.

Ja, diese Spiele, — „Deutschland erklärt den Krieg…“ (komisch, man hat sich einfach nichts dabei gedacht, noch merkwürdiger, das uns die Erwachsenen nicht darauf angesprochen haben… unsere Kriegserklärungen hallten laut genug durch die Siedlung.) … und das Turnen an den Stangen, das war eine Leidenschaft, die man nur mit Leiden schaffte. Bis die Kniekehlen blutig und die Hände voller Schwielen waren, aber man konnte einfach nie aufhören. Die Hände rochen  immer etwas metallisch, so wie die Turnstangen eben.

Als ich dann älter wurde, veränderten sich die Sommer Freuden,  rumhängen mit Freunden, später dann mit Biertrinken und viel Qualm… na, ob das wirkliche Freuden waren? Egal, man gehörte dazu, machte mehr als das mit, ließ sich gar nichts mehr sagen und rebellierte! Ich
rieche noch die rauchgeschwängerte heiße Luft…

Ich erinnere mich auch ans Zelten, das machte immer Spaß, so ein Hauch von Freiheit brachte das mit sich. Lange sitzen vor dem Zelt,  im Dunkeln reden, Lagerfeuer, die die ganze Nacht noch glumten. Der typische Geruch nach verbranntem Holz steigt mir wieder in die Nase.

Ich war allenthalben das „enfant terrible“ bei einigen nicht so gern gesehen und stand dann
auch bald (nach längeren Verwicklungen) auf eigenen Beinen.

Und wenn ich heute so nachdenke, verloren dann die Sommer Freuden ihren Reiz,  hin und wieder mal draußen in der Sonne sitzen, einen Eisbecher beim Italiener… und das wars. Die Pflichten des Berufslebens und andere private Interessen waren wichtiger.

Ich entdeckte die einfachen Sommer Freuden erst wieder, als wir dann ein Haus mit überdachter Sitzecke mieteten, dort schlief ich endlich wieder draußen. Wunderbar, unvergleichlich die Sommernächte draußen zu verbringen. Nie war es so ganz ruhig, immer hörte man ein Getier, oder auch den Zug weit entfernt. Die Luft in den Sommernächten hatte einen ganz eigenen Geruch, mit einem Hauch von Kühle.

Als ich (noch) älter wurde, hatte ich viele Sommer Freuden im Garten, es machte Spaß die
Blumen und das Gemüse wachsen zu sehen und die Früchte frisch zu pflücken. Ich verbrachte fast meine gesamte Zeit draußen. Überall die Tiere, ansonsten die Ruhe auf dem Lande um mich herum. Kühe guckten über den Zaun. Zwetschgen wuchsen auf der Weide und verströmten einen ganz dichten süßen Geruch wenn sie überreif im Gras lagen.

Als wir es uns leisten konnten, bekamen wir den ersten Pool. Was war das herrlich!
Sommer Freuden der ganz besonderen Art, wie hatte ich Wasser vermißt, endlich wieder abkühlen können… ein leichter Geruch von Chlor lag nun auch der Luft.

… und heute? Ja, ich hab lange überlegt, was meine Sommer Freunden sind. Ja klar, wir haben einen Pool, da gehe ich auch rein, schön um sich abzukühlen. Wir haben herrliche große Bäume auch hier im eigenen Garten, da sitze ich manchmal drunter.

Wir haben keinen Garten in dem Sinne mehr, keine Blumen, kein Gemüse… jetzt wächst das große Gelände einfach wild zu. Bietet dadurch aber vielen Tieren einen Unterschlupf und auch Nahrung. Dort riecht es im Sommer unter den Bäumen, die sich von selbst hier angesiedelt haben, so ein bißchen modrig und stickig, besonders da wo es sehr dicht ist.

Ja nun, Sommer Freuden— es scheint, das ich sie als Kind und als junger Mensch ganz anders genießen konnte. Ist das nun ein Zeichen, das ich jetzt alt bin, hab ich alle Freude verloren?

Manchmal kommt es mir so vor. Vieles macht mir nicht mehr so viel Freude…. alles wiederholt sich… jeden Geruch habe ich schon so oft wahrgenommen…

Eine große Freude in den letzten Jahren ist es, dem Zaunkönig zu lauschen, der sich immer wieder hier an der Hausecke im Bewuchs ansiedelt. Er singt so wunderschön, davon kann ich nie genug bekommen. Die frühen Gesängen  der Vögel ist eine echte Sommer Freude für mich, diese Konzerte genieße ich sehr und erfreue mich daran.

Ja, ich habe auch jetzt meinen Sommer Freuden, das sind die Nächte, wenn wir unterwegs sind, die ganz frühen Morgenstunden und die Sonnenaufgänge. Das sind meine schönsten Sommer Freuden.  Die Luft riecht oft ganz besonders, frisch und perlend wie Champagner, ein Jungbrunnen fast.

Das Wunder des neuen Tages mit zu erleben und dadurch die Kraft für einen weiteren Tag zu schöpfen… jetzt wo die Sommer so kurz geworden sind, ein Wimpernschlag nur … und schon sind sie vorbei gehuscht.

Meine gute Nacht Geschichte für heute

Da gibt es eine Glühbirne in Livermore, die wird am 18.Juni 2011 110 Jahre alt und sie brennt immer noch!

Wie wäre das, wenn all unsere Sachen so eine lange Lebensdauer hätten?

Würde dass den Leuten überhaupt gefallen?

Da hätte man den Hausrat der Oma, ja vielleicht der Uroma … und nichts wäre defekt.  Ich sehe meine Oma noch Sahne schlagen, mit der Hand. Dafür hatte sie so einen Quirl, der mit einer kleinen Kurbel angetrieben wurde. Das war schon anstrengend und es dauerte auch eine Weile.

Die andere Oma saß nach dem Essen am Tisch, die Kaffeemühle zwischen die Beine geklemmt und mahlte Kaffeebohnen. Die ganze Küche roch danach. Dann wurde die Melitta Kanne und der große weiße Melitta Filter aus Porzellan zum Aufbrühen gebraucht, nicht zu vergessen der Kessel, der auf dem Kohleherd stand.

Erinnerungen aus frühester Kindheit, und ich kann den Kaffee riechen und ich höre das Rädchen vom Sahne schlagen…

Würde es mir gefallen, mit und in den alten Möbeln der Großeltern zu leben? Ich glaube schon, mag ich doch schon immer alte Dinge viel lieber als neue. Leider habe ich nur noch eine kleine Kommode und ein Fußbänkchen. Die sind allerdings noch vom Urgroßvater, der war Tischler- und Polsterermeister. Es gab noch einen großen wunderschönen Schrank und eine lange schwere Bank … leider gibt es diese Möbel nicht mehr.

Heute werden Möbel gekauft, die sehr wahrscheinlich nicht mal 20 Jahre halten werden, müssen sie auch nicht, denn die meisten Leute wollen gerne immer wieder etwas neues. Wer legt schon noch Wert darauf und wer kann Handarbeit überhaupt noch bezahlen?

Noch heute vermisse ich meinen Schrank! Ich hatte ihn von der Oma für die erste eigene Wohnung bekommen. Er war schon recht alt, nicht so besonders schön, und hatte mir trotzdem immer gefallen. In den beiden großen Türen waren kleine geschliffene Spiegel und er hatte zwei Schubladen unten. Dieser Schrank, war nicht aus Familienbesitz, sondern die Oma hatte ihn für die Wintergardrobe alt gekauft. So stand er lange oben auf dem Boden, zum Bersten vollgestopft mit Kleidung.

Als Kind hab ich mich darin versteckt, reingequetscht zwischen die dicken Mäntel, die Türen zugezogen… niemand konnte mich finden, es roch etwas muffig und staubig, den Geruch hab ich nie vergessen.

Er sah damals nicht sehr ansehnlich aus der Schrank, irgendwann hatte man ihn braun gestrichen, so ein matschiges braun, wirklich nicht schön.

Und dann bekam ich ihn!

Ich schmirgelte ihn und strich ihn blau! Ich strich alle Möbel in meiner Mansardenwohnung blau! Vorher war das ein zusammengewürfeltes Durcheinander, aber frisch gestrichen, mit netten blauen BlümchenGardinen an den Fenstern war es wie in einer Puppenstube und sehr gemütlich.

So hab ich mir nie neue Möbel gekauft, sondern immer gebrauchte genommen, ja manchmal auch gefunden… die werden frisch gestrichen und das gefällt mir noch heute.

Doch leider… meinen ersten alten blauen Kleiderschrank, den gibt es inzwischen nicht mehr. Unzählige Tiere haben ihn einfach verbraucht, er taugte irgendwann nicht mehr. Insgeheim suche ich jetzt schon seit 13 Jahren nach so einem Schrank… doch bisher habe ich ihn nicht finden können.

Wie kam ich nur darauf…ach ja, die alte  >>> Glühbirne von Livermore… ich mag eben Dinge die bestand haben.

Ein ganz kurzes Wintermärchen

Das ist das wirklich SCHÖNE an den kalten Winternächten… die Schneefee verzaubert alles. Sogar Mülltonnen sehen ganz besonders und schön aus… man muß eben immer mal genauer hinsehen… ich kann Euch sagen, nur eine winzige Sekunde vorher haben dort noch die Eisbuben mit den Schneefeenkindern gespielt. Leider war ich nicht schnell genug… und schon waren alle verschwunden. Ich sah sie dann oben in der alten Kastanie sitzen… sie kicherten, weil sie mich wieder einmal ausgetrickst haben.

Gedanken-los

.(Dienstag, den 16-11-10 im Elisabeth Krankenhaus/Gütersloh)

Gar nicht so leicht, einfach  nur da zu sitzen und…. N I C  H T  S …  zu denken. Wirklich gar nicht so leicht nicht in Panik zu verfallen…

Die Aussicht auf Bänke, Wege und den kleinen See, ein Stück grauer Wolkenhimmel— und immer wieder kommen mir  neue Gedanken in den verwirrten Sinn.

Ich lasse sie bewußt weiterziehen…

Sie sind jetzt und hier nicht wichtig für mich!

Wichtig ist die innere Ruhe und Leere, die ich gerne erlangen möchte.

Wichtig bin jetzt nur ICH… wichtig nicht ganz zu verzweifeln…

Wie werde ich die Nacht durchstehen?

Gar nicht mal so leicht GEDANKEN-LOS und ohne Angst zu sein…