… sehen

Sie sieht anders… immer sofort weiter und mehr…

 

… das Kalb auf der Weide sieht sie als geschlagenes Tier in Todesangst, dem der Töter den BlozenSchuß versetzt.

… die vorbeiziehende Schafherde, ist für sie nicht idyllisch, denn viele haben schmerzhafte Probleme mit den Hufen und sie gehen einem grausamen Schicksal entgegen.

… die Gänse, die hundertfach im Grün stehen, sieht sie gerupft und gebraten, genauso wie die Hühner, die nur ihrem elenden Dasein entkommen, wenn man sie köpft.

… die Pferde, die dort am Horizont stehen, sieht sie geschlagen, verschachert und hört ihr schrilles Wiehern auf den langen Wegen in den Tod.

… die Kühen, denen man die gerade geborenen Babies entreißt und die jahrelang Höchstleitungen bringen müssen, die sieht sie auf ihrem blutigen letzten Wegen.

.. die Schweine, die man ihr ganzes Leben lang quält und in ihrem eigenen Kot hält, sieht sie noch lebend aufgehängt, nicht betäubt in der Schlachtstraße.

 

… sie sieht all das Leid und Elend und schweigt nicht, aber es frißt sie immer mehr und mehr auf, bis nur noch die Tränen bleiben, aber keine Hoffnung.

 

… die Menschen, denen sie oft ansieht, wie es mit ihnen weitergeht… da schweigt sie still, denn da hat sie keine Tränen und die Hoffnung haben sie selber aufgefressen.

WinterFreude

Vor dem Fenster steht ein Vogelhaus, auf einem Holzstab, etwas weiter entfernt hängt eines von einem Baum. In der großen Kirsche in der rechten hinteren Ecke hängt noch ein großes Vogelhaus. Sie alle werden seit vielen Jahren von unzähligen Vögeln besucht.

Sie bekommen ihr Futter und schenken uns viel Freude. Es ist sehr interessant diese Vögel zu beobachten. Vor allem Spatzen finden sich ein, aber auch Meisen und verschiedene andere kleine Singvögel. Tauben haben den gedeckten Tisch natürlich auch entdeckt und holen sich die Körner vom Boden. Da sind allerdings auch oft unsere drei HühnerDamen, die auch viel lieber Vogelfutter mögen, als ihr eigenes.

Seit einigen  Jahren besucht der Buntspecht uns, ein besonderes Ereignis. Im letzten harten Winter kamen sie sogar zu zweit und fraßen die Meisenknödel leer. Die kleinen Vögel schimpften dann aus sicherer Entfernung, aber als sie merkten, das immer noch genügend Futter für sie übrigblieb warteten sie diese Besuche einfach ab. Kaum flogen die Spechte auf, waren sie alle wieder da in den Häusern, an den Knödeln und auch am Boden.

Aus der Deckung der Hecke, kommen  die Fasanen, immer bereit bei der geringsten Bewegung zu flüchten. Sie picken einträchtig mit all anderen am Boden, aber das ganze Jahr finden sie sich auch am Futterplatz der Hühner ein, ebenso die Tauben.

In diesem Jahr haben wir das Futterhaus vor dem Fenster neu aufgestellt, einige Zweige einer Wildrose stehen hoch und so kann man die Vögel ganz besonders nah erleben, denn sie sitzen dort oft. Dieser Aufstieg wurde allerdings auch von einer Ratte entdeckt und so sahen wir sie gestern in der Dämmerung im Futterhaus sitzen.

Das scheint sie schon eine Weile zu machen, denn die Katzen sitzen abends in der Dunkelheit am Fenster und sind ganz aufgeregt.

Nun ist es nicht so, das ich sie fürchte, ich dulde sie, deshalb können sie sich ruhig etwas Futter holen, allerdings gebe ich es zu, im Haus möchte ich auch nicht sehr gerne haben.

Nun werden wir die höheren Äste wohl kürzen, damit das Futterhaus  nicht mehr so leicht  erreichbar ist und einfach etwas mehr auf den Boden streuen.

Da wir hier schon sehr lange reichlich füttern, wissen die Vögel das und im Herbst kommen sie schon und schauen in die leeren Futterhäuser. Manchmal fliegen sie bis nah an die Scheiben und eine kleine Meise klopft sogar bei uns an. Dann wissen wir, es wird wieder kälter, der Winter ist nah, wir müssen Futter kaufen.

Egal wie dunkel so ein Wintertag ist, ob es schneit oder sogar wenn es windig und regnerisch ist, sie kommen immer unsere WinterFreunde und bereiten uns viel Freude.

…und manchmal denke ich, das uns auch Engel besuchen.

Eine Tiergeschichte

RONJA und HENRY

eine wahre Geschichte  geschrieben 17-4-2009

Durch Zufall wurde ich auf das Schicksal einer kleinen Wolfspitzhündin aufmerksam. Es hieß, sie lebe schon ein halbes Jahr in einer Besenkammer. Also auf engstem Raum eingesperrt, ohne Licht und Auslauf.

Jetzt war sie den Besitzern endgültig zu lästig und der Verkauf war schon fest geplant. Man wollte sie an einen bekannten Züchter weiterverkaufen. Dieser sogenannte Züchter war mir wohl bekannt, in alten Schweineställen wurde der niedliche Hundenachwuchs produziert. Alle möglichen Rassen wurden da auf Masse gezüchtet,…( Aber das ist ein so weites Feld, da möchte ich mich heute auf die Geschichte von RONJA beschränken).

Also, so weit der Stand der Dinge, der Hund mußte weg. Ich trat als Käufer auf, ja den geforderten Preis wäre ich bereit zu zahlen. Immerhin eine reinrassige Wolfspitzhündin, erst ein dreiviertel Jahr alt. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, da gehörte noch ein junger Kater dazu. Diesen mußten die Leute auch unbedingt weg haben. Die Kinder wären doch beide allergisch…

Dem Anschein nach nur sehr zögerlich (um nur ja nicht den Kauf zu gefährden) schlug ich vor, auch den Kater nehmen zu wollen. Das wurde sofort angenommen, man war ja so froh, endlich dieses Viehzeug aus dem Hause zu bekommen.

Bei der Abholung, war es schlimmer als gedacht. Es war eine winzig kleine Besenkammer, da wurden beide Tiere gehalten. Die Hündin, eine Wolfsspitz Mischlingshündin, war ganz abgemagert und sah erbärmlich aus. Und so was wäre fast als Gebärmaschine mißbraucht worden!

Der Kater ungefähr gleichaltrig, sah besser aus. Beide Tiere waren aber verstört und ängstlich. Sie kauerten zusammen gekuschelt in einer Ecke.

Es stellte sich heraus, beide Tiere waren als Spielzeug für die lieben Kleinen angeschafft worden. Diese hatten aber schon immer Atemprobleme, kurz und gut, es ging nicht! Also sperrte man die Hündin und den Kater in diese Kammer.

Oft ist es mir sehr schwer gefallen ruhig zu bleiben, (warum darf man eigentlich niemanden erschlagen??) hier war wieder so ein Fall. Total abgestumpfte Menschen, die nicht mal ansatzweise ein Unrecht sahen. „Das sind doch nur Tiere!“ . Als man dann auch noch versuchte, den Preis in die Höhe zu treiben, fuhr ich eine härte Gangart.

Auf jeden Fall nahmen wir BEIDE mit .

Auf dem Transport war der Kater in einer Box und die Hündin wurde auf dem Arm gehalten. Kaum angekommen und aus der Box gelassen, stürzten beide Tiere aufeinander zu. Es sah fast so aus, als wollten sie sich nie mehr loslassen. Diese Beiden hatten in ihrer Gefangenschaft ein besonders inniges Verhältnis aufgebaut. Monatelang hatten sie ja nur einander als Gesellschaft.

Diese enge „Tierliebe“ hielt sehr lange, noch heute fast 15 Jahre später, sind sie einander noch zugetan.

Die Hündin bekam den Namen RONJA, wie ja schon zu lesen war, den Kater nannten wir HENRY.

Die Erklärung, warum RONJA so abgemagert war, fanden wir bald heraus. Sie ließ beim Füttern immer dem Kater den Vortritt. Irgendwie fühlte sie sich wohl für ihn verantwortlich. So hatte sie von dem kargen Fressen nicht viel abbekommen und wäre fast verhungert, damit ihr Freund satt wurde!

Bei uns war beim Essen kein Mangel, und trotzdem mußten wir sehr aufpassen, das diese kleine Hündin ihren Teil fraß. Immer wartete sie, bis alle anderen fertig waren. Das war zu der Zeit wirklich nicht so gut, lebten doch insgesamt fünf Hunde (vier ganz Große..) zusammen bei uns.

Die anderen Hunde nahmen Ronja sofort auf, doch diese hatte zuerst nur Angst vor den „Riesen“. Aber das alles regelte sich bald, und beide Tiere lebten sich gut ein.

Bei Henry gab es da keine Probleme, er fühlte sich gleich wohl in der großen Katzengruppe.

RONJA lebt noch, sie ist nun eine alte Hundedame. Vieles geht nicht mehr so wie früher, sie ist eben wirklich alt. Auch HENRY ist noch bei uns. Auch an ihm sind die Spuren des Alters zu sehen.

Er hat nur noch einen unteren Eckzahn, und der scheint jetzt auch noch locker zu sein. Mal sehen, vielleicht kann man den Zahn einfach so rausziehen, er wackelt schon sehr. Dann könnten wir ihm den Streß mit dem Tierarzt ersparen.

Das war sie also, die wahre Geschichte von RONJA und HENRY. Die Geschichte einer wahren Freundschaft, wo das Leben des Freundes höher steht als das Eigene…. und das sollen „nur Tiere “ sein?

Dann muß ich sagen, stehen sie Charakterlich haushoch über den meisten Menschen!!! Denn bei den Menschen habe ich kaum selbstlose Liebe erlebt.

Das wars für heute aus dem Katzenhäuschen, Petra

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am 6.10 2009 haben wir unseren geliebten Henry nach langer Krankheit einschläfern lassen…

.***

am 27- Juni 2012 wurde nun auch unsere kleine alte Ronja eingeschläfert.

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Sie hat sein sehr langes Leben gelebt. Die letzten Jahre nur noch mit unserem alten Lutz. Zum Schluß konnte sie nicht mehr hören, nicht mehr sehen und auch das Gehen fiel ihr schwer…

Nun sind sie wieder zusammen… (und auch mit all die vielen anderen Hunde und Katzen, die jemals bei uns gelebt haben).

Meine „Lächel“ Geschichte für Februar

Sie lächelt, ich lächel und alle anderen sowieso

 

Na, das konnte ja dauern… Probleme beim Leinenkauf… das kennen nur Leute, die selber einen Hund haben.

Gut, wir haben immer Hunde, mehr als einen … aber gerade heute hatte ich so gar keine Lust mir dieses ganze, ach so wichtige…. , zu diesem Thema anzuhören.

„Entschuldigung, geht ganz schnell,“ zu der Frau gewandt. „Ich suche nur diese Markies, die man sich abwiegen kann.“ die Frage geht an die Verkäuferin.

„Da im hinteren Bereich, wir haben umgeräumt.—hinter dem Katzenfutter gleich rechts…“ sie ist so nett und gibt mir die Richtung vor. „Aber wo Sie gerade hier sind, ich dachte Sie würden mal erwähnen WO sie all das viele Futter kaufen? Speziell das Vogelfutter!“

„Hä?“ einigermaßen überrascht schaute ich sie an. Wir kennen uns schon einige Jahre aus dem Geschäft, aber mit dieser Frage hatte ich nicht gerechnet.

„Na, meine Tochter hat Sie entdeckt, sie stehen doch mit so vielen Blogs in so einem Bloggerverzeichnis. Wir haben gleich nachgeschaut, denn hier gibt es ja sonst nicht viele…. Klar, habe ich mir gedacht, das Sie das sein könnten, aber dann hatten sie ja Bilder drin, da wußte ich es genau.“ Sie lacht und hat offensichtlich Spaß an meiner Verwirrung. „…und weil Sie so oft über die Umgebung, die Dörfer und Städte schreiben und so viele Fotos dazu zeigen…. deshalb dachte ich, das Sie auch über unseren Laden irgendwann was schreiben würden.“

Die Kundin sah mich erstaunt an. „Sie schreiben?“

„Jaaa..?“ antwortete ich…

„Aber klar schreibt die, die hat doch so viele Blogs, wir lesen da jeden Tag mit!“ sagte die Verkäuferin. „Besonders gefällt mir, wenn Sie wieder was über Ihre Tiere schreiben und ganz gut haben uns die vielen Vogelbilder im Schnee gefallen.“

Inzwischen waren noch zwei andere Verkäuferinnen dazugekommen. „Ach ja, jetzt wo ich Sie sehe, erkenne ich Sie!“ sagte die eine. „Wir gucken auch immer mal bei Ihnen rein.“ sagte die andere.

Ich muß gestehen, ich war mehr als erstaunt, noch nie hatte ich „Leser“ persönlich getroffen. „Das freut mich, ich hoffe es gefällt Ihnen bei mir?“ fragte ich.

„Ja klar, aber ich muß sagen, Sie schaffen es noch und vermiesen uns unser Essen!“ sagte die erste Verkäuferin „Immer wieder diese ganzen Aufrufe und Petitionen und was Sie da noch alles schreiben… ich kann es mir manchmal gar nicht ansehen.“

„Ja, ich denke, wenn ich schon einige Leute erreiche, dann muß ich auch versuchen das Bewußtsein für die Leiden der Tiere zu wecken.  Sie wissen ja, das ich schon seit fast 30 Jahren Tierschutz mache… und das ist eines meiner großen Themen.“

„Ich finde es wirklich gut, aber es ist eben auch hart. Inzwischen haben wir nur noch Fleisch vom Bio Bauern und auch sonst hat sich bei mir einiges geändert.“ sagte die andere Verkäuferin

Die Kundin: „Ich bin ja wirklich überrascht, will eine Leine kaufen und lerne eine Bloggerin kennen. Wie kann ich Ihre Seiten denn finden? Das interessiert mich auch, lebe ja selber seit einigen Jahren ohne Fleisch!“

„Einfach unter …“ will ich antworten, doch die eine Verkäuferin ist schneller. „Die können sie „googleln“! Sie brauchen nur „Follygirl“ eingeben, dann haben Sie alles… aber sein Sie schon mal vorgewarnt, die hat ganz viele Blogs, da haben Sie was zu tun!“

Lachend stehen wir da, irgendwie hat sich dieser Einkauf zu einer sehr netten Angelegenheit für mich entwickelt. Die graue Tagesstimmung ist vergessen. „Okay, versprochen, ich werde bald auch mal über diesen Laden berichten… guter Service, nette Verkäuferinnen… hab heute keine Kamera dabei, aber bald.“

Die drei Verkäuferinnen haben sichtlich Spaß an der Situation und grinsen alle drei, die Kundin lacht… und ich gehe mit einem Lächeln jetzt endlich meine Markies abwiegen.

(Diese Geschichte ist für den Blog „Einmal im Monat ein Lächeln auf ein Gesicht„, entstanden, bei dem ich als Co-Autor dabei bin)

…immer gegen den Strom

Eine Geschichte, …. oder der Versuch die Realität zu verstehen

 

Was geht in manchen Köpfen vor?

  

 Das ist schon echt eine komische Sache… ich weiß auch nicht, aber irgendwie scheine ich da ganz anders zu ticken als die meisten Menschen.

  

Sehen sie ein Baby, (Oh wie niedlich! Ach wie süß!… und was alles mehr sie brabbeln)—ich sehe da meistens nur ein schreiendens, oft nicht sehr angenehm riechendes Wesen… niedlich…? Nicht, wenn man ehrlich ist. Ausnahmen bestättigen die Regel, aber das ist ja immer so.

 

 

Sehen sie ein Baby, das gerade getötet wird… verziehen die meisten Menschen keine Mine, egal wie süß und niedlich es ist…. denn das ist ja Nahrung! Das ist ja mal was ganz anderes… Also wirklich, wie kann man da nur einen Vergleich ziehen… unmöglich so was.

 

 

Aber halt, ich will versuchen gerecht zu bleiben… viele dieser Menschen leben mehr oder weniger eng mit „ihren“ Tieren zusammen, haben emotionale Bindungen… denn das sind ja „ihre“ Tiere. Auch das ist wieder was ganz anderes, als die Tiere, die ja nur dafür da sind, aufgefressen zu werden. Deren Bestimmung und Lebenszweck einzig und allein das Leid, die Qual und der elende Tod ist.

 

 

 

Ach Mensch…. ja, ich kapiers nicht!

 

 

 

Sind schon komische Geschöpfe die meisten Menschen… gehen achtlos an den verhungernden Kindern dieser Welt vorbei, wenden den Blick ab vor Not, Leid und Dreck… und können aber gar nicht genug erdenken, damit es „ihren“ Kindern an nichts mangelt.

 

 

Nee, ich verstehe schon…auch wieder was ganz anderes… kann man nicht vergleichen so ein kleines braunes Kind mit einem dicken Hungerbauch, mit Augen die nie Hoffnung gekannt haben, dreckige, schrundige Körper auf dem die Fliegen herumkrabbeln.

  

Da sind die eigenen wohlbeleibten Wohlstandkinder natürlich etwas ganz anderes…. ja, ich versuch gerade das zu verstehen.Ja, ja…ich versuchs ja, ganz ehrlich…

 

Ach wißt Ihr was? ICH WILL DAS GAR NICHT VERSTEHEN!!!!

 

 

Ich bin ja echt froh, das ich da ganz anders ticke… immer schön gegen den Strom… immer schön auf den eigenen Takt hören….

 

Ticke-die-tack— tack-tack…. 

 

        Euere Petronella Petersilie